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| 19:15 Uhr

Willkommen in Ahlsdorf
Ein Goldplatz für die Gastgeber-Bläser

Falkner, Imker, Jagdhundeführer und Reiter gehörten dazu.
Falkner, Imker, Jagdhundeführer und Reiter gehörten dazu. FOTO: LR / Sylvia Kunze
Ahlsdorf. 26 Gruppen und zwei Solobläser haben sich in Ahlsdorf der Jury im europäischen Wettbewerb im Jagdhornblasen gestellt. Umrahmt war das abwechslungsreiche Programm mit Angeboten rund um Natur und Kultur. Von Sylvia Kunze

Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Gastgeber, die Schönewalder Jagdhornbläser, haben sich von ihrer besten Seite gezeigt. In der Meisterschaft sicherten sie sich in der Klasse A mit dem Prädikat „Ausgezeichnet“ den 1. Platz. „Und dabei habe ich leider nicht mal alle Töne richtig getroffen“, gesteht der im Organisationsstress steckende, leicht müde und sehr aufgeregte musikalische Leiter der Gruppe und Organisator des Wochenendes Maik Pergens. Geschenkt bekommen haben die Schönewalder bei der am Wochenende in Ahlsdorf ausgetragenen europäischen Meisterschaft im Jagdhornblasen mit Gruppen aus sieben Ländern aber nichts, versichert Birgit Großmann, Landesbläserobfrau, die den Wettbewerb genau verfolgt und um die strenge Jury weiß. „Die guten Prädikate, die die Gruppen durchweg erzielen, belegen die hohe Qualität des Dargebotenen“, bekräftigt sie.

Der Männerchor der Luftwaffe der Niederlande gab dem dreitägigen Programm bei mehreren Auftritten einen besonderen Pfiff.
Der Männerchor der Luftwaffe der Niederlande gab dem dreitägigen Programm bei mehreren Auftritten einen besonderen Pfiff. FOTO: LR / Sylvia Kunze

Rund um die große Bühne im Ahlsdorfer Schlosspark haben die Gäste, die den Jagdhornbläsern zuhören wollen, Platz genommen. Schattenplätze sind rar und heiß begehrt. Die Besucherzahlen bleiben leider hinter den Erwartungen der Veranstalter zurück. Sicher hat das heiße Wetter daran seinen Anteil. Der Schulanfang am Samstag dürfte ebenfalls ein Grund dafür sein.

In der europäischen Meisterschaft im Jagdhornblasen hatten die Schönewalder  Jagdhornbläserwelpen am Sonntag auf der Hauptbühne im Ahlsdorfer Park ihren großen Wertungsauftritt.
In der europäischen Meisterschaft im Jagdhornblasen hatten die Schönewalder  Jagdhornbläserwelpen am Sonntag auf der Hauptbühne im Ahlsdorfer Park ihren großen Wertungsauftritt. FOTO: LR / Sylvia Kunze

Zu den Höhepunkten gehört neben der Hubertusmesse am Sonntagmorgen ohne Zweifel der große Heimatabend am Freitag. „Da war das Festzelt richtig voll“, freut sich Pergens, der sich solchen Zuspruch auch am Samstag gewünscht hätte. Und auch so mancher an den vielen Ständen, die im Park aufgebaut hatten. Da lockten eine kleine Forst- und Agrarmesse, eine Jägereinkaufsmeile, eine Handwerks- und Händlermeile, die Jagdgebrauchshunde, die Falkner, die Angler, die Imker und Infostände. Während die Sonne unerbittlich brannte und der Staub scheinbar nicht enden wollte, nahm sich nur ein Teil der Besucher die Zeit, alle diese Angebote zu erkunden. Auch am Sonntag lief es für die Anbieter auf der große Wiese am Teehaus erst einmal schleppend an. Dabei gab es bei ihnen doch so viel zu entdecken. Aber im Kampf gegen die Hitze hatten sie eindeutig die schlechteren Karten.

Einig ist man sich dennoch, dass die Einladung zu diesem Wochenende nach Ahlsdorf eine gute Sache ist und man Maik Pergens für sein Engagement dafür nur danken kann.  „Wir hatten Gäste hier, die den Bundeswettbewerb im Jagdhornblasen veranstalten. Die waren ganz erstaunt, dass unsere Bläser lächeln. Aber das ist doch toll! Die Freude an der Musik, die Möglichkeit des Austausches, das ist das Schönste und Wichtigste, was uns hier eint“, sagt die Bläserobfrau.

Wohl dem, der bei den heißen Temperaturen ein schattiges Plätzchen fand - oder bestenfalls gleich mit sich führte.
Wohl dem, der bei den heißen Temperaturen ein schattiges Plätzchen fand - oder bestenfalls gleich mit sich führte. FOTO: LR / Sylvia Kunze

Der Schönewalder Bürgermeister Michael Stawski zeigte sich ebenfalls dankbar, dass die Veranstaltung nach 2015 ein zweites Mal in Ahlsdorf ausgetragen wurde. Die ja noch weit mehr als nur die Stände und die Bläsermusik zu bieten hatte, zum Beispiel Theateraufführungen, Darbietungen der Jagdhornbläsergruppen (auch solcher, die nicht am Wettbewerb teilgenommen haben), Folklore-, Tanz- und Trachtengruppen, Line Dancer und die Wanderreiter, die am Sonntagnachmittag ihren großen Auftritt hatten und den Western-Epos „Der Ritt nach Westen“ zeigten.

Und immer schön ans Trinken denken. Wer zeitig genug zur „Tränke“ kam, sorgte gleich für Mensch und Tier vor.
Und immer schön ans Trinken denken. Wer zeitig genug zur „Tränke“ kam, sorgte gleich für Mensch und Tier vor. FOTO: LR / Sylvia Kunze