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Kürbisfest
Kürbisse schmecken und sorgen für allerlei Spaß

Jürgen Woköck aus Kolochau unternahm in diesem Jahr den erneuten Versuch, das Gewicht des Kürbisses, den die Jagsaler Gärtner mit nach Kolochau gebracht hatten, genau zu schätzen. Viele andere Besucher eiferten ihm nach und versuchten ihr Glück beim Schätzwettbewerb im Rahmen des Kürbisfestes.
Jürgen Woköck aus Kolochau unternahm in diesem Jahr den erneuten Versuch, das Gewicht des Kürbisses, den die Jagsaler Gärtner mit nach Kolochau gebracht hatten, genau zu schätzen. Viele andere Besucher eiferten ihm nach und versuchten ihr Glück beim Schätzwettbewerb im Rahmen des Kürbisfestes. FOTO: Rico Meißner / Medienhaus Lausitzer RUNDSCHAU
Kolochau. Das Kürbisfest lockt hunderte Besucher nach Kolochau. Die Gastgeber hatten alle Hände voll zu tun und zeigten sich darüber sehr zufrieden. Von Rico Meißner

Natürlich hatte das Wetter an diesem Bilderbuchherbstsonntag einen großen Einfluss. Aber auch die vielen Betätigungen rund um das Thema Kürbis sorgten dafür, dass das Areal rund um das Herrenhaus aus allen Nähten zu platzen schien.

„Ich würde schätzen, es sind jetzt so zwischen 500 und 600 Leute hier“, bilanzierte Gerd Brzoza, der gemeinsam mit Gerd Walter den Vorsitz in der Interessengemeinschaft „Historisches Feld“ innehat, zwischendurch. „Unser Kürbisfest ist eine feste Tradition geworden und das freut uns sehr. Wir sind wunschlos glücklich und zufrieden damit, dass so viele Leute heute wieder den Weg nach Kolochau gefunden haben.“

Neben dem beliebten Kürbisgewichtschätzen und dem Schnitzen für Kinder waren es vor allen Dingen auch die kulinarischen Köstlichkeiten, die Besucher anzogen. Es gab Kürbiseintöpfe, Kürbisbowle und sogar Kürbisschnaps. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich die Kartoffel-Kürbispuffer. Dagmar Weber und Sylvia Knittel kamen mit dem Backen kaum nach. „Wir arbeiten mit acht Tiegeln gleichzeitig und schaffen es gerade so“, berichteten sie.

Die Resonanz der Besucher war durchweg positiv. Während Hannelore Philipp aus Kröbeln bereits das dritte Jahr hier zu Gast war, war es für ihre Begleiterin Liselotte Müller eine Premiere. „Ich bin sehr erstaunt, was die Leute hier auf die Beine gestellt haben. Ich bin der Meinung, dass es ganz toll gemacht ist. Das wird mit Sicherheit nicht mein letzter Besuch hier gewesen sein“, versprach sie.

Auch Liane Ast, die mit ihren Kindern aus Uebigau gekommen war, zeigte sich zufrieden: „Uns hat es interessiert, was man so alles mit Kürbissen anstellen kann.“ Jürgen Woköck versuchte sich mit seiner Enkeltochter Jolie beim Schätzen und lachte: „Ich bin jedes Jahr hier dabei. Aber gewonnen habe ich noch nie.“ Aber er gibt die Hoffnung nicht auf.

Neben den eigentlichen Kürbisaktionen hatten auch verschiedene Händler ihre Stände auf dem Gelände aufgebaut. „Es ist jetzt das dritte Mal in Folge, dass wir eine steigende Anzahl von ihnen hier haben“, freute sich Brzoza. Er selbst zog Vergleiche mit Ludwigsburg. Dort fand vor Kurzem die Europameisterschaft im Kürbiswiegen statt. Der Gewinner aus Holland wog mehr als eine Tonne. „Das gelingt uns hier noch nicht ganz, aber wir arbeiten daran“, versprach er. Und auch wenn das Drum und Dran dort in Ludwigsburg etwas größer gewesen sei als in Kolochau, „die Vielfalt an Speisen und Getränken übertreffen wir hier“, zeigte sich der Mann an der Spitze der Interessengemeinschaft rundum zufrieden.

Während sich an den Ständen überall Schlangen bildeten und auf den Sitzgarnituren kein freier Platz mehr zu finden war, herrschte genau so großer Andrang auch beim Schnitzen. Nicole Farkas war mit ihrer Tochter Lena aus Herzberg gekommen. Die Kleine hielt ihren fertig geschnitzten Kürbis mit der entsprechenden Grimasse stolz in den Händen.

Und was soll nun damit passieren? Natürlich wird es die stilechte Dekoration für Halloween. Ein Schicksal, das wohl viele Kürbisse vom Sonntag demnächst teilen werden.

BU: Jürgen Woköck aus Kolochau unternahm in diesem Jahr den erneuten Versuch, das Gewicht des Kürbisses, den die Jagsaler Gärtner mit nach Kolochau gebracht hatten, genau zu schätzen. Viele andere Besucher eiferten ihm nach und versuchten ihr Glück beim Schätzwettbewerb im Rahmen des Kürbisfestes. Foto: Rico Meißner