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Falkenberg
Krimi im Falkenberger Biologieraum

Auf Initiative der BTU Cottbus- Senftenberg verwandelte sich der Biologieraum am Gymnasium Falkenberg in ein molekularbiologisches Labor.
Auf Initiative der BTU Cottbus- Senftenberg verwandelte sich der Biologieraum am Gymnasium Falkenberg in ein molekularbiologisches Labor. FOTO: Rico Meißner
Falkenberg. Angehende Abiturienten lernen, wie man Täter mit genetischem Fingerabdruck ermittelt. Von Rico Meißner

Es war am Mittwoch und Donnerstag wie bei einem Krimi im Biologieraum des Beruflichen Gymnasiums. Unter dem Motto „DNA-Fingerprinting – Wir ermitteln den Täter“ hatten die angehenden Abiturienten die Aufgabe, mittels DNA-Analyse einer am „Tatort“ gefundenen Probe den fiktiven Täter unter fünf potenziellen Verdächtigen herauszufinden.

„Science on Tour“, das Mobile Schülerlabor im College der BTU Cottbus-Senftenberg, machte Station an der Schule. Neben den Anleitungen für die Versuchsdurchführung sparten Toni Luge und Nick Förster von der BTU auch nicht mit Informationen rund um Fachangebot und Campus. Ein Ziel von „Science on Tour“ ist es, Interesse für ein dortiges Studium zu wecken. „Wir wollen den Schülern einen praktischen Einblick geben, in diesem Fall in die Arbeit in einem molekularbiologischen Labor“, so Luge. Man wolle mit dem Projekt auch dem nachlassenden Interesse an Naturwissenschaften entgegenwirken, ergänzt Nick Förster.

Mittels Gelelektrophorese, das bedeutet die Auftrennung der DNA-Fragmente nach ihrer Größe durch das Fließen eines elektrischen Stromes, hatten die Teilnehmer die Aufgabe, die DNA Banden (Fragmente gleicher Länge) mittels eines Blaulicht-LED-Transilluminators sichtbar zu machen. Der Rest war dann Vergleichsarbeit.

Das Biotechnologie nicht nur für Kriminalfälle bedeutend ist, machte Toni Luge deutlich. Mit ihnen können auch Gendefekte diagnositiziert und Verwandschaftsbeziehungen aufgezeigt werden. Zudem sind sie wichtig, um passende Knochenmarkspender zu finden.