Wie geht es nach dem Auslaufen des Projektes „Land(auf)Schwung“ weiter mit dem Regionalsiegel Elbe-Elster? Darüber hat die Kreisverwaltung jetzt die Abgeordneten des Kreistages informiert, die im Dezember beschlossen hatten, das Siegel auch ohne Förderprogramm auf jeden Fall weiter zu führen.
Nach dem Konzept der Kreisverwaltung soll die Fortführung in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Cottbus erfolgen. Es gibt eine strikte organisatorische Trennung zwischen der Administration und der Vermarktung des Regionalsiegels.

Kreis Elbe-Elster koordiniert Regionalsiegel

Ansprechpartner für die Koordination der Kooperationspartner sowie die Betreuung der Regionalsiegelträger ist die Kreisverwaltung. Dafür kalkuliert der Kreis eine halbe Stelle. Neues Personal soll aber nicht eingestellt werden. Zu den Aufgaben zählen die Betreuung der Produzenten durch Kundengewinnung oder Zertifizierung der Produkte sowie verwaltungstechnische Aufgaben wie Abrechnungen, Dokumentationen, Netzwerkarbeit und Controlling.
Thema im Elbe-Elster-Kreistag Alle wollen das Regionalsiegel

Bad Liebenwerda

Die Aufgaben zur Vermarktung des Regionalsiegels ist durch Marketing betreibende Institutionen, Einrichtungen und Unternehmungen vorzunehmen, heißt es im Konzept. Zu den Aufgaben gehören die Öffentlichkeitsarbeit und die Vernetzung des Regionalsiegels mit Kultur und Tourismus. Dafür will Elbe-Elster die Unterstützung der IHK Cottbus nutzen, vor allem zur Erhöhung der Reichweite des Siegels.
Konkret geht es um die Pflege bestehender und die Akquise weiterer Nutzer des Regionalsiegels, den Kontakt zu Netzwerkpartnern, die Durchführung von Veranstaltungen und den Einsatz von Social Media. Die IHK stellt dazu Personal aus ihren Ressourcen zur Verfügung.

Kreis Elbe-Elster plant 40 000 Euro für Regionalsiegel

Zur Weiterführung des Regionalsiegels sieht der Landkreis jährlich Sachkosten in Höhe von 40 000 Euro vor. Das Regionalsiegel Elbe-Elster wird nur an Produkte von Unternehmen verliehen, die in Elbe-Elster ansässig sind und ihre Erzeugnisse hier herstellen oder verarbeiten. Aktuell sind mehr als 500 Produkte von mehr als 40 Unternehmen mit dem Siegel ausgezeichnet. Alle bestehenden Siegel sollen zunächst bis Ende 2020 bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen für die Unternehmen ohne eine weitere Prüfung verlängert werden.
Ab 2021 wird dann ein neues Verfahren gelten. Danach sind pro Jahr jeweils zwei Prüfzeiträume im Frühjahr und im Herbst festzulegen. Das Regionalsiegel gilt nach der Vergabe für ein Jahr.
Für die Re-Zertifizierung eines Regionalsiegel-Produktes muss ein Unternehmen 50 Euro pro Produkt zahlen. Für die erstmalige Zertifizierung eines neuen Produktes wird eine Gebühr von 100 Euro erhoben. Diese Verfahrensweise soll insgesamt drei Jahre gelten.