ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:35 Uhr

Pro und Kontra Innenstadt
Kompromiss für das Heimatfest Schönewalde

Die Falco-Show in diesem Jahr beim Schönewalder Heimatfest hat die Fans begeistert. Der Markt bot eine schöne Kulisse.
Die Falco-Show in diesem Jahr beim Schönewalder Heimatfest hat die Fans begeistert. Der Markt bot eine schöne Kulisse. FOTO: Dieter Müller
Schönewalde. Anwohner wollen Fest nicht mehr in der Innenstadt.

Seit zwei Jahren findet das Schönewalder Heimatfest unter der Regie des 2017 aus der Taufe gehobenen Kulturvereins statt. Schon 2016 hatten spätere Vereinsmitglieder um Tobias Weber maßgeblich zum Gelingen des 50. Heimatfestes beigetragen. Zugpferde wir die „Münchener Freiheit“ 2016 oder „Karat“ 2017 lockten tausende Besucher an. Es wurde gerockt, gesungen und getanzt, was das Zeug hielt.

Eine Prämisse des Kulturvereins Schönewalde für das Heimatfest war die Verlegung der Veranstaltungen vom Stadtrand in die Innenstadt. Die Resonanz der Besucher hat dem Verein recht gegeben. Aus dem eher schnöden ehemaligen Heimat- und Heimatfest in Schönewalde wurde eine auch überregional beachtete Veranstaltung. Solche großen Events bringen aber nicht nur Annehmlichkeiten mit sich, vor allem für die Anwohner. Da macht auch Schönewalde keine Ausnahme.

„Wir haben als Veranstalter eine Unterschriftensammlung von Anwohnern erhalten mit der Forderung, das Fest sofort wieder auf die Festwiese zu verlegen“, sagt Tobias Weber der RUNDSCHAU. Viele Anwohner fühlten sich von Lärm gestört, von Verkehrsbeeinträchtigungen, Straßensperrungen und auch Feiernden, denen der Weg zur Toilette zu weit war, so der Vereinsvorsitzende. Um offen über die Dinge zu reden, hatte der Kulturverein Ende vergangener Woche zu einer Aussprache in die Aula der Schule eingeladen.

Wie Tobias Weber berichtet, war der Grundtenor der Aussprache sachlich. „Pro und Kontra Heimatfest in der Innenstadt haben sich etwa die Waage gehalten“, meinte er. Gerade die Lautstärke sei oft eine persönliche Empfindung. Man akzeptiere aber, dass es einigen Anwohnern beim Fest vor allem abends zu laut ist. Für den Kulturverein käme das Heimatfest aber nur in der Innenstadt infrage. Man sei bemüht gewesen, nach einem Kompromiss zu suchen, so Tobias Weber. So habe der Verein angeboten, dass das Fest nachts nur noch bis um 2 Uhr geht. Man wolle versuchen, das Bühnenprogramm gegen 23 oder 24 Uhr zu beenden. Anschließend sollen sich die Feiernden in das Festzelt zurück ziehen. Ebenso wolle der Verein für mehr Security sorgen, die auch ein Auge auf die „Wildpinkler“ hat.

Wie der Vereinsvorsitzende berichtet, würde die Stadtverwaltung Verständnis für beide Seiten aufbringen. Sie sehe aber auch den Vorteil der Innenstadt. Das Fest sei größer und werde besser besucht, so Tobias Weber. Er geht davon aus, dass es noch weitere Treffen mit den Anwohnern geben wird, um die Interessen aller Seiten mit Kompromissen unter einen Hut zu bringen.

(ru)