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| 15:23 Uhr

Teichfahren Kolochau
Nur ein Starter hat es geschafft, trocken zu bleiben

 Genau so lieben die Zuschauer das: spektakuläre Abgänge ins Wasser beim Kolochauer Teichfahren.
Genau so lieben die Zuschauer das: spektakuläre Abgänge ins Wasser beim Kolochauer Teichfahren. FOTO: Müller Dieter
Kolochau. Das Kolochauer Teichfahren ist einmal mehr ein gelungener Abschluss des Dorffestes. Ein Doberlug-Kirchhainer gewinnt. Von Sylvia Kunze

 In Kolochau haben sich am Sonntagnachmittag beim Teichfahren nur zwei Erststarter eingefunden. Alle anderen durften sich durchaus schon als erfahrene, versierte Balancemeister auf dem schmalen Brett des Kolochauer Teiches bezeichnen. Und dennoch hat es nur einer der Starter geschafft, trocken zu bleiben: der spätere Gewinner Manuel Zahn aus Doberlug-Kirchhain.

Nur er selbst kann sagen, bei wie vielen solcher Starts er letztlich schon auf dem Siegertreppchen stand und bestenfalls, wie in Kolochau, einen Pokal abstauben konnte. Obwohl, gerade um die glänzenden Trophäe war es zwischenzeitlich nicht gut bestellt. Passend zum Jahresthema „Superhelden“ hatte der Joker (Marcus Gräfe) den Siegerpreis entwendet. In den beiden Pausenshows zwischen den Durchgängen konnte der jedoch von den Superhelden zurückgeholt und deshalb zum Schluss dem Sieger überreicht werden.

Die Kolochauer Gastgeber hatten dabei doch ein leicht wehmütiges Gefühl. „Nur ein Jahr haben wir noch, den Wanderpokal zurück nach Kolochau zu holen“, formuliert Stefan Rhein eine klare Kampfansage. Die Kolochauer wissen, dass das nicht so einfach wird, denn die Strecke über den Teich hat es alljährlich in sich. „Wir besprechen immer im Vorfeld, wie wir sie bauen wollen. Und alle helfen auch mit, sodass jeder vorher schon weiß, was auf ihn zukommt“, berichtet er vom Herangehen der Kolochauer Jugend, die für den Programmpunkt verantwortlich zeichnet.

Dennoch: Die insgesamt 15 Teilnehmer standen in diesem Jahr vor einer besonders großen Herausforderung: in Form von kleinen, fiesen Holzklötzchen auf der Strecke, die in der ersten Runde alle Starter vom Fahrrad holten und ins Wasser schickten. Bis auf Manuel Zahn. Dem gelang es, sich seines Fahrrads zu entledigen und trocken auf dem Steg zu verbleiben, infolge das Rad wieder aus dem Wasser zu angeln und die Überquerung fortzusetzen. „Aber Fahrrad nass heißt nach unseren Regeln dennoch Runde nicht geschafft“, so Stefan Rhein erläuternd.

„Wir haben für die folgenden beiden Wertungsläufe dann die Strecke erst einmal noch ein wenig entschärft, damit die Chance größer wird, trocken von einer zur anderen Seite zu gelangen.“ Das Ergebnis ist bereits bekannt. Der Sieg blieb nicht im Dorf. Aber der Spaß, wie schon in den Vorjahren bestens moderiert von Kai Uwe Graf und Gerd Brzoza, hatte wieder viele Zuschauer an den Teich gelockt. Das Wetter hatte rechtzeitig ein Einsehen mit den Veranstaltern und lockte noch einmal mit schönstem Sonnenschein. „Wir hatten schon Bedenken, dass es sich nicht füllt“, gesteht der Kolochauer.

Ein ganz besonderer „Zwischenfall“ wird ganz bestimmt ebenfalls in Erinnerung bleiben. „Wir haben unseren neuen Ortsvorsteher getauft“, sagt er. Dirk Berger wurde vom Brett geschubst und durfte baden gehen. „Aber er hat es mit Humor genommen und am Abend zum Abschluss des Festes mit uns ein Bier getrunken“, ist Stefan Rhein beruhigt.

 Genau so lieben die Zuschauer das: spektakuläre Abgänge ins Wasser beim Kolochauer Teichfahren.
Genau so lieben die Zuschauer das: spektakuläre Abgänge ins Wasser beim Kolochauer Teichfahren. FOTO: Müller Dieter