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Knapp eine Million Euro verbaut

Falkenberg. Am gestrigen Donnerstagnachmittag ist das umgebaute Servicegebäude am Falkenberger Bahnhof im Beisein vieler Gäste feierlich eingeweiht worden. Knapp eine Million Euro sind für die Arbeiten aufgewendet worden. Land, Kreis und Stadt haben dafür tief in die Tasche gegriffen. Von Sylvia Kunze

„Unser Bahnhof selbst hat jetzt durch den Bau des Mitropa-Restaurants ein besseres Aussehen erhalten. Wenn im nächsten Sommer noch Blumen gepflanzt werden und das neue Gebäude schmücken, werden sich die Reisenden darüber freuen.“ Das sind Worte, die nicht etwa bei der gestrigen Eröffnung gesprochen wurden, sondern die der Falkenberger Markus Winter als Schüler der 7. Klasse im November 1972 in einem Aufsatz zum Thema „Ein Platz, der mir gefällt“ schrieb. Das Schulheft hatte er extra mitgebracht.

39 Jahre später steht nun statt des Mitropa-Gebäudes ein umgebautes Servicegebäude im Mittelpunkt. Das Haus ist das Gleiche geblieben. Nur einmal komplett runderneuert.

„Noch vor ein paar Jahren hätte keiner geglaubt, dass hier mal wieder Leben einzieht“, blickte Bürgermeister Herold Quick zurück. In seiner Einweihungsrede lobte er das konstruktive Miteinander aller Partner. Angefangen bei denen, die das Geld für das Vorhaben „Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes“ zur Verfügung gestellt haben. Die Umgestaltung des früheren Mitropa-Gebäudes ist einer von insgesamt vier Bauabschnitten und beanspruchte allein schon knapp ein Drittel der Gesamtbausumme.

Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf drei Millionen Euro und beinhalten auch die Gestaltung der Außenanlagen, einschließlich der neuen Buswendeschleife und der noch zu entstehenden Parkflächen. Mit 1,8 Millionen Euro habe das Land den Grundstein für das Projekt gelegt. Weitere 428 000 Euro bezuschusst der Landkreis. 680 000 Euro kommen aus der Stadtkasse und beinhalten Mittel aus der Städtebauförderung, rechnete Quick vor.

Ungesagt blieb, dass die Hoffnungen der Falkenberger Bauherren auf eine finanzielle Hilfe aus dem Mittelzentrum Herzberg unerfüllt blieben.

Bestes Miteinander hat nach Einschätzung von Quick aber auch unter den mit dem Bau beauftragten Betrieben geherrscht. Der Großteil von ihnen kam aus der Region. „Gemeinsam haben die Bauarbeiter die besonderen Ereignisse gut gemeistert“, sagte der Bürgermeister und erinnerte an Hochwasser, Munitionsbelastung und Vandalismus auf der Baustelle.

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Zum ThemaIm Servicegebäude befinden sich neben einem Fahrkartenverkauf für Bus und Bahn sowie Sanitäranlagen ein Reisebedarfsshop, ein Touristeninfopunkt und ein Imbiss.Die Arbeit an den Außenanlagen wird ohne Pause (wenn der Winter nicht dazu zwingt) fortgesetzt. Als nächstes soll der Parkplatz neben dem oberen Bahnsteig fertiggestellt werden. Danach folgen zuerst das vordere Teilstück der Friedrich-Engels-Straße und abschließend der Bahnhofsvorplatz.