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Kleine Stars in der Manege

Die Falkenberger Schüler bei ihrem großen Auftritt.
Die Falkenberger Schüler bei ihrem großen Auftritt. FOTO: rmr1
Falkenberg. Gerade einmal vier Tage hatten sie Zeit, sich auf ihren großen Auftritt vorzubereiten. Etwa 280 Kinder der Astrid-Lindgren-Grundschule waren am Freitag und Samstag insgesamt vier Mal, aufgeteilt in zwei Gruppen, die Stars in der Manege des "Traumzauberzirkus Rolandos". Rico Meißner / rmr1

Möglich machte das eine Projektwoche rund um das Thema "Zirkus".

Bereits zur ersten Vorstellung am Freitagvormittag war das Zelt auf dem Festplatz randvoll gefüllt. Neben Eltern und Großeltern waren auch ganze Kindergartengruppen gekommen. Und die waren vom Auftreten der jungen Artisten begeistert. Egal ob zu Pferde, bei Hunde- und Ziegendressur oder bei Zauberei und Akrobatik, die Schüler der 1. bis 6. Klasse gaben ihr Bestes, und das wurde mit ausdauerndem Applaus belohnt.

Wie für die Schule ist es auch für den Zirkus ein Gewinn. "Wir waren früher ein richtiger Zirkus", so der Chef Roland Krämer. "Nun konzentrieren wir uns auf solche Projekte. Das hat zwei entscheidende Vorteile. Zum einen können wir in unserem Beruf verbleiben und zum anderen Werte vermitteln." Als da unter anderem wären Fleiß, Disziplin, Pünktlichkeit, Toleranz und das wichtige Zauberwort "miteinander", wie es Krämer ausdrückt. "Entscheidend ist nicht, was die Kinder machen, sondern wie."

Deutlich unterstrich er dabei auch, wie schnell die Kinder unterschiedlichen Alters lernen, sich zu unterstützen und zu helfen. Auch das Engagement der Eltern wollte er keinesfalls unerwähnt lassen. "Viele Väter haben hier schon beim Aufbau mitgeholfen. Und nach dem Sturm am Donnerstag sind viele mit ihren Kindern hergekommen, um zu sehen, ob alles in Ordnung ist, oder ob wir Hilfe benötigen."

Auf die Frage, ob denn die Höhe des Eintrittspreises für Stirnrunzeln bei manchen Eltern gesorgt habe, meinte Krämer: "Auch wir müssen uns irgendwie finanzieren. Natürlich kann man es nicht immer allen Recht machen, aber ein guter Zirkus kostet eben auch Geld."

Schulleiterin Simone Lösler zeigte sich ausgesprochen zufrieden mit der Projektwoche. "Wir machen das als Schule zum ersten Mal. Wir wollten ein Highlight für unser Standortjubiläum schaffen." Neben den Übungseinheiten drehte sich der gesamte Unterricht in der Woche fächerübergreifend um das Thema "Zirkus". Auch die Eintrittskarten hatten die Schüler beispielsweise selbst entworfen. Rocco Jungnickel, dessen Sohn zu den Riesenschlangenträgern gehörte, sagte zufrieden: "Es ist wirklich sehr schön und gut gemacht. Und so haben die Kinder auch mal einen anderen Blickwinkel - den von der Manege ins Publikum."

"Einen Riesendank an die Rolandos", unterstrich Schulleiterin Lösler abschließend noch einmal. Voraussichtlich in vier Jahren soll es dann aus vielen Kehlen erneut heißen: "Zaubervorhang - öffne dich!"