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| 01:10 Uhr

Klasse, Herzberg hat jetzt ein buntes Schulhaus

Herzberg.. Man darf es ruhig sagen: Etwas Skepsis war dabei, vor allem aber viel, viel Neugier, als in dieser Woche die Hüllen von der neugestalteten Fassade der Elsterlandgrundschule fielen. So nach und nach zeigte der Plattenbau sein neues Gesicht – und je mehr davon zu sehen war, um so mehr strahlten auch die Gesichter der Schüler, Lehrer, Eltern und Anwohner: Herzberg hat jetzt ein buntes Schulhaus, und das gefällt gut. Von Gabi Zahn

Mit einer Dämmschicht ist das Haus nun rundherum gut „eingepackt“ .Die Elsterlandgrundschule zeigt ihr neues Antlitz. Die Sanierung der Außenhülle ist fast fertig, ab den Sommerferien geht es im Haus los. Für ein Jahr muss die Schule deshalb freigezogen werden.Der Hauptverantwortliche für die hierzulande noch ungewöhnliche Farbgebung ist René Kuring, ein Architektur-Student. Das Bauunternehmen seines Vaters Manfred Kuring aus Brandis hatte den Auftrag zur Fassadengestaltung bekommen. „Wir wollten gemeinsam mit der Stadt schon etwas Ungewöhnliches und haben uns auch mit dem Farblieferanten beraten.“ Lange wurde auch in der Bauverwaltung der Stadt und im Ausschuss darüber diskutiert, doch letzlich waren sich alle einig.
Bunt motiviert
Der Farbvorschlag der Kurings wurde akzeptiert. „Ich hätte es ja gern noch etwas kräftiger und gewagter gehabt“ , gibt Manfred Kuring zu. Aber die darunter liegende Dämmung verlangte auch einen bestimmten Helligkeitswert. Dennoch ist der Malermeister nun zufrieden: „Mit Farbe Menschen zu motivieren, das ist unsere Aufgabe. Schön, wenn uns das gelungen ist. Kindern gefällt das Bunte ohnehin gut.“
Noch während die Arbeiter am Gerüst zugange waren, inspizierte auch Bürgermeister Michael Oecknigk den Baustellenbereich. An einer Stelle, wo noch der Querschnitt der neu angebrachten Dämmung zu sehen war, meinte er: „Ich denke, dass sich diese Ausgabe gelohnt hat. Das Gebäude ist jetzt schön dick eingepackt und wir werden dadurch erheblich Heizkosten sparen.“
Nach einem tiefen Durchatmen kommt das Stadtoberhaupt auf die nächste Bauetappe zu sprechen.

Umzugspläne
Nachdem die äußere Hülle fertig ist, erhält das Schulgebäude ein völlig neues Innenleben. Heizungs-, Sanitär- und Elektroanlage werden modernisiert, Fußböden und Türen ausgetauscht. Zum Schluss erfolgt die komplette malermäßige Instandsetzung. Der Unterrichtsbetrieb ist während dieser Phase natürlich nicht möglich und die Umzugspläne werden derzeit bereits heiß diskutiert. Schulleiterin Irmtraud Pflaume hat mit ihrer Kollegin Ingrid Kasper, die Leiterin der Realschule im Kaxdorfer Weg, am Mittwochabend lange beraten. Die wenige Minuten entfernt gelegene Einrichtung soll während der Sanierungszeit als Ausweichquartier dienen. Damit der Schulbetrieb geordnet vonstatten gehen kann, gibt es jetzt schon Vorbereitungen. „Die Kollegen in der Realschule sind dabei, schon Platz für uns zu machen, denn wir werden die ersten Unterrichtsmaterialien bereits nach Ostern einpacken und 'rüberschaffen“ , kündigte Irmtraud Pflaume an. Das seien zum Beispiel Büchersätze, die die Schüler bereits gelesen hätten und die in diesem Jahr nicht mehr gebraucht würden.

Ausquartierung gut planen
Alle Lehrer wurden bereits darauf orientiert, dass es nach dem Beginn der Sommerferien am 3. Juli in der Schule noch einiges zu tun gibt. „Das Verständnis ist da, wir müssen dann das Schulhaus für ein Jahr komplett leerräumen“ , zeigt die Schulleiterin auf. Unterstützung wird auch die Stadtverwaltung gewähren.
Für den Fall, dass die Realschule als Quartier nicht ausreicht, müsste noch die Grund- und Gesamtschule Johannes Clajus, die ebenfalls nicht weit entfernt ist, mit genutzt werden.
„Wir wissen alle, dass es ein schwieriges Jahr wird und hoffen, dass es nicht länger dauert. Auch den Eltern haben wir davon Kenntnis gegeben, doch alle wollen schließlich, dass die Elsterlandgrundschule vernünftig saniert wird“ , so Irmtraud Pflaume.
Bevor jedoch der Umzugstrubel so richtig beginnt, kommen noch internationle Gäste ins Haus. Im Rahmen des Comenius-Projektes werden Anfang Mai Schüler und Lehrer zum Gegenbesuch aus Belfast erwartet, und ebenso die Partnereinrichtung aus Spanien.