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Klare Ansage: Jetzt ist die Stechauer Wehr dran

AMT SCHLIEBEN. Im Haushaltsplan des Amtes stehen Mittel für Bauvorhaben bereit. Doch nicht nur dafür. Die Rundschau listet Pläne für 2017 auf. Sylvia Kunze

Der Haushaltsplan für das Amt Schlieben mit der Stadt Schlieben und den Gemeinden Kremitzaue, Lebusa, Hohenbucko und Fichtwald für 2017 steht und ist von den Mitgliedern des Amtsausschusses als Arbeitsgrundlage bestätigt worden. Demnach werden 1,7 Millionen Euro in diesem Jahr benötigt, um Verwaltungsgeschäfte und aktuelle Vorhaben im Schliebener Land zu finanzieren. Das Finanzpaket ist damit im Vergleich zu dem des Vorjahres geringfügig größer geworden.

Kämmerin Cindy Wegner begründet den leichten Anstieg unter anderem mit steigenden Aufwendungen für das Personal. Tariferhöhungen sind bereits berücksichtigt. Demgegenüber stünden nahezu konstante Ausgaben für Sach- und Dienstleistungen, benennt sie einen positiven Aspekt für das laufende Wirtschaftsjahr.

Wichtig für die Stadt Schlieben und die amtsangehörigen Gemeinden zu hören und mit Wohlwollen vernommen: "Die Amtsumlage konnten wir dennoch prozentual leicht senken. Sie liegt im Jahr 2017 bei 34,081 Prozent", informiert die Finanzchefin des Schliebener Amtes. Die Kommunen, die den Bauhof nutzen, haben eine weitere Umlage von 7,768 Prozent zu zahlen. Sie ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der geplanten Anschaffungen und teilweise auch wegen der Tariferhöhungen beim Personal leicht gestiegen.

Ausgaben auf Amtsebene sind in diesem Jahr insbesondere im Bereich des Brandschutzes, dessen Träger das Amt ist, geplant. Groß dürfte die Freude bei den Stechauer Kameraden sein, dass in diesem Jahr nun an ihr Gerätehaus gedacht wird. Das Vorhaben "Teilersatzneubau mit Gemeinschaftsräumen" hat in diesem Jahr Priorität. Darüber hinaus ist an zwei Feuerlöschbrunnen gedacht, einer in Weißenburg (Neubau), der andere in Jagsal (Reparatur). Außerdem soll die Anschaffung neuer PA-Geräte für die Feuerwehren des Amtes fortgeführt und die der Handsprechfunkgeräte, die aus Finanzgründen über mehrere Jahre "gestreckt" war, abgeschlossen werden.

Weitere Vorhaben sind laut Kämmerin das Erstellen eines zu 90 Prozent geförderten Klimaschutzkonzepts für das Amt Schlieben (der Auftrag ist bereits an ein Fachbüro vergeben worden), das Erneuern von PC-Technik, Laptops und nötiger Software, das Renovieren des unteren Teils des Amtshauses sowie das Digitalisieren von Bestandsplänen von Straßenbeleuchtung und Regenwasserkanälen. Und man will sich beim Erstellen eines Datenschutzkonzepts von Fachleuten helfen lassen.

Der beschlossene Amtshaushaltsplan ist nun die Basis für die Haushaltspläne für die Stadt Schlieben sowie die Gemeinden Kremitzaue, Lebusa, Hohenbucko und Fichtwald. "Der für Lebusa steht soweit, da sind nur noch Restarbeiten nötig. Für jenen der Stadt Schlieben fehlt noch die Investitionsliste, über die der Bauausschuss am Dienstagabend (gestern/d.Red.) befinden sollte. Und dann geht es auch an die anderen Haushalte", beschreibt die Kämmerin den Stand der Arbeiten. Ziel sei es, so Cindy Wegner weiter, bis Ende April alle Pläne fertig zu haben.

Ihrer Einschätzung nach zeichnet es sich auch für 2017 ab, dass nur mit sparsamem Planen etwas vor Ort geschafft werden könne. Sinkende Landeszuweisungen, die eigentlich für Instandhaltung, Investitionen und andere Maßnahmen vor Ort die Basis bilden sollten, würden die Stadt und die Gemeinden immer wieder vor große Herausforderungen stellen. "Aus eigener Finanzkraft kommunale Projekte stemmen, das mag wohl im Berliner Speckgürtel funktionieren, aber nicht hier in unserer Region, wo die Steuereinnahmen so niedrig sind", schätzt die Finanzverantwortliche vom Schliebener Amt ein.

Zum Thema:
Bauhof:Instandsetzung Fuhrpark (u.a. auch Neuanschaffungen), Kleintechnik und Reparaturen Bauhofgebäude - gesamt 56 000 Euro Feuerwehr:Feuerwehrgerätehaus Stechau (in zwei Jahresscheiben geplant), Löschteiche/-brunnen in Weißenburg (Neubau) und Jagsal (Reparatur), Ausstattung (PA-Geräte, Handsprechfunkgeräte) - gesamt 196 600 Euro Allgemeine Verwaltung:Klimaschutzkonzept (in zwei Jahresscheiben geplant und zu 90 Prozent gefördert), Software/Lizenzen, Amtsgebäude (Renovierung Büroräume, Technik) - gesamt 100 000 Euro Kindertagesstätten:Ausstattung und Kita-plus-Projekt (zu 95 Prozent gefördert) - gesamt 25 000 Euro