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| 02:37 Uhr

Kita Großrössen wird aufgestockt

FOTO: Diana_Drubig (72362458)
Großrössen. Die "Villa Kunterbunt" soll wachsen. Besser sie muss, denn ihre Kapazität ist ausgeschöpft. Damit geht ein im Dorf langgehegter Wunsch in Erfüllung. Sylvia Kunze

In der "Villa Kunterbunt" wird es eng. Sie wird von jungen Eltern so gut nachgefragt, dass die Kapazität inzwischen schon nicht mehr den Bedarf abdeckt. Genehmigt sind regulär bisher 22 Plätze. "Wir haben immer wieder mit Ausnahmegenehmigungen gearbeitet, auch aktuell. Da liegen wir bei 25, befristet bis Ende August", berichtet Andrea Wagenmann, Leiterin des Sozialamtes in Falkenberg, in deren Verantwortung die Kitas im Stadtgebiet liegen. Man müsse jetzt handeln, argumentiert sie.

Dabei hat der Großrössener Ortsvorsteher Hansgeorg Löwe schon seit Jahren gedrängt, die obere Etage des einstigen Gutshauses (zunächst einmal nur begrenzt) zu ertüchtigen, um einen Turnraum für die Kinder zu schaffen. Dafür hätte man aber eine Treppe bauen müssen. In Zeiten des Rotstifts war das jedoch aus Sicht von Verwaltung und Abgeordneten bislang kein machbares Projekt.

Das mit steigendem Platzbedarf und einer ein Stück weit gesundeten Stadtkasse nun aber doch wieder ins Blickfeld rückt. Denn es muss wirklich gehandelt werden. Im Zuge der ständigen Ausnahmegenehmigungen ist noch einmal genauer hingeschaut und Platz neu berechnet worden. Das Ergebnis: Die künftige reguläre Kapazität der Kita liegt nur noch bei 19. Nach Abzug der Abc-Schützen, die im Sommer eingeschult werden, sind jedoch 20 Kinder in der Betreuung, für drei weitere liegen Anmeldungen vor. "Wir sind in arger Not, denn auch die anderen städtischen Kitas sind voll. Also müssen wir schnell handeln", hat die Amtsleiterin die Abgeordneten auf ihre Seite geholt. Geplant ist nun, schnellstens die oberen Räume zu aktivieren. Dann könnte die Kapazität in der "Villa Kunterbunt" auf 28 Plätze steigen. So hat es das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes in Aussicht gestellt.

In den Plänen ist neben der Treppe nach oben nun aber nicht nur von einem Sportraum die Rede. Aus einer ehemaligen Wohnung sollen außerdem zwei weitere Gruppenräume, eine kleine Toilette und ein Büro für die Kita-Leiterin entstehen. Außerdem muss das zweite Treppenhaus instandgesetzt und brandschutztechnisch ertüchtigt werden. Die Heizungsanlage ist zu überprüfen und gegebenenfalls die Leistung zu erhöhen.

Nach einer Vor-Ort-Begehung, dem Feststellen des Bedarfs und dem Erstellen der Bauunterlagen werden voraussichtliche Kosten von etwa 84 000 Euro für die Baumaßnahme und weitere 3300 Euro für die Ausstattung der Räume veranschlagt, ist von der Falkenberger Bauamtschefin Gundula Manigk zu erfahren.

Im Haushalt der Stadt sind für Planungsleistungen, um die beabsichtigte Baumaßnahme vorzubereiten, erst einmal nur 4000 Euro vorgesehen gewesen. Da ahnte noch keiner, wie dringend gehandelt werden muss. Aber die Verwaltung hat sich inzwischen die Zustimmung der Abgeordneten für 83 300 Euro außerplanmäßige Auszahlungen eingeholt. Das grüne Licht ist vor allem auch deshalb wichtig, weil laut Bauamtsleiterin bereits in der Schließzeit im Sommer die Arbeiten beginnen. Zuerst soll der Treppendurchbruch geschaffen werden.

Zum Thema:
Auch im Amt Schlieben reifen Pläne, das Platzangebot zu erweitern, denn die Einrichtungen im Schliebener Land sind fast alle komplett ausgelastet. Von einem Neubau ist sogar die Rede. Der würde nicht nur zusätzlichen Platz schaffen, sondern er könnte bestimmt auch aufgrund seiner Modernität bei den Eltern punkten. "Aber wir sind mit unseren Überlegungen noch ganz am Anfang", skizziert Kämmerin Cindy Wegner den aktuellen Stand.