| 02:37 Uhr

Kirchenstifter August Thier hätte das Treiben gefallen

Den lustigen Feuerwehrwettbewerb gewannen die Kameraden aus Borken.
Den lustigen Feuerwehrwettbewerb gewannen die Kameraden aus Borken. FOTO: Privat
Brandis. Der Blick von der Kirchturmkugel stand am Wochenende im Mittelpunkt des Dorffestes im Schönewalder Ortsteil Brandis. Die Brandiser stellten sich vor, dass ihr Kirchenstifter, der Hüfnersohn August Thier, von dort oben den besten Ausblick auf ihr Dorffesttreiben hat, berichtet Ortschronistin Jana Kurzrock. red/ru

Die Kirche ist Mittelpunkt des Ortes und das nun schon seit 120 Jahren. Zu ihrer Geschichte gab es dann auch im Festzelt nahe der Tanzfläche eine viel beachtete Ausstellung mit Dokumenten, Tauf-, Konfirmations- und Hochzeitsbildern. Viele Einwohner und Gäste tanzten mit einem Schmunzeln im Gesicht und Gedanken wie: "Schau mal das schöne Hochzeitskleid! Guck mal, das niedliche Baby ist doch…" oder "Die Mode der Konfirmandinnen hat sich ganz schön verändert" zur Blasmusik der "Kremitz-Musikanten", des "Cäpt`n Cook Trios" oder zur Musik von DJ Andy am Banner entlang.

Laute "Tatütata-Musik" gab es am Sonntag von sechs befreundeten Wehren, die alle zum 23. Dorffest nach Brandis gekommen waren. Bei schönstem Sonnenschein ging so mancher Kamerad unfreiwillig im extra gefluteten Pool nahe der Kirche baden. Erst hieß es Floß bauen, dann paddeln und zum Schluss "Löschangriff nass". Nur Sekunden lagen die Zeiten der Wehren aus Borken, Bernsdorf, Grassau, Schönewalde, Holzdorf und Brandis auseinander. Ehrgeizig kämpften alle und Borken gewann diesen Spaß. Spaß hatten auch die vielen Zuschauer auf dem Dorffestgelände rings um die Kirche beim Kegeln, beim Hufeisenzielwurf, beim Basteln und an der Bierrutsche. Drei knackige Brandiser Burschen kamen mit ihren Freunden und zeigten, wie Männerballett beim Holzdorfer Karnevalclub für Stimmung sorgt. Mitleidlos ob der Anstrengungen wurden vom Publikum Zugaben bis zum "Umfallen" gefordert.

Leckerer Kuchen, Eis, Herzhaftes, frische Getränke, Feuerwerk, freundschaftliche Gespräche - all das hätte sicher auch dem mit 33 Jahren viel zu früh verstorbenen August Thier gefallen.