Und wenn in diesem Jahr nichts dergleichen passierte, so einfach deshalb, weil es tatsächlich nicht ging: „Wir müssen erst einmal wieder die notwendigen Eigenmittel zur Verfügung haben. Doch zum Jahresende wollen wir nun einiges anschieben, damit die Kirche 2006 fertig ausgemalt werden kann“ , berichtet Christina Barnesky, die als Vorsitzende des Gemeindekirchenrates im Förderverein mitwirkt. Dieser wurde eigens für den Erhalt und die Sanierung des Gotteshauses vor einigen Jahren gegründet.
Spätestens zum Konzert im Mai 2004, nachdem zahlreiche Handwerker am Gemäuer gewirkt hatten und die Orgel zum ersten Mal wieder in voller Klangschönheit zu hören war, dürfte auch der letzte Zweifler seine Skepsis aufgegeben haben, dass ein solches Vorhaben wie die Sanierung einer 700 Jahre alten Kirche mit zunächst kaum vorhandenen Eigenmitteln möglich wäre.
Die Erfahrungen, die die Hohenbuckoer damals gemeinsam mit den Bauverantwortlichen gewonnen haben, und das Engagement, das auch in der Öffentlichkeit nicht unbemerkt blieb, sind nun ohne Zweifel eine gute Lobby für das weitere Vorhaben. Etwa 16 000 Euro sind notwendig, um den restlichen Innenraum der Kirche mit einem neuen Farbanstrich zu verschönern. „Wir hoffen, dass wir einen Teil des Geldes vom Kirchenkreis bekommen, und wir wollen auch mit der Deutschen Sparkassenstiftung zusammenarbeiten“ , zeigt Christina Barnefsky auf. Und natürlich wollen auch Förderverein und Kirchengemeinde ihren Beitrag dazu leisten.
So gibt es schon Ideen für künftige Veranstaltungen. Gestern hat zum Beispiel die Finsterwalder Vokalgruppe „Erbschleicher“ ihre Zusage zu einem Benefizkonzert gegeben, das voraussichtlich im Mai stattfinden wird. Und nach dem Erfolg des Kirchenkinos in diesem Jahr - gezeigt wurde „Luther“ - will man im Sommer 2006 nochmals so eine Veranstaltung anbieten, „möglicherweise mit einem Film über Bonhoeffer“ , wie von Christina Barnefsky zu hören war.