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Kaxdorfer Weg: Beschluss trotz Kritik

Herzberg. In namentlicher Abstimmung haben die Herzberger Stadtverordneten auf ihrer jüngsten Sitzung dem Bauprogramm Kaxdorfer Weg und der Bildung von drei Teilabschnitten mehrheitlich zugestimmt. Elf Stadtverordnete stimmten dafür, fünf dagegen und zwei enthielten sich der Stimme. Ronald Ufer

Vorausgegangen war dem Beschluss erneut eine heftige Diskussion zwischen Abgeordneten, Stadtverwaltung und der Bürgerinitiative "Kaxdorfer Weg/Lindenstraße", die für diesen Tagesordnungspunkt Rederecht erhielt.

Die Initiative mit Sprecherin Heike Zeisel hatte vor der Stadtverordnetensitzung einen offenen Brief an die Abgeordneten verteilt und darin ihr Unverständnis über das Vorgehen der Stadtverwaltung dargestellt.

Die Stadt will den Kaxdorfer Weg, der jahrelang als Umleitungsstrecke für Bauarbeiten auf der Bundesstraße genutzt wurde, von der Lindenstraße bis zur B 87 mit Ausnahme des 2. Abschnittes grundhaft ausbauen. Die Initiative, so stellt sie dar, habe bis heute keine Antwort auf ihre Frage erhalten, ob dies unbedingt nötig sei. Sie kritisiert weiterhin, dass ein Teil der Clara-Zetkin-Straße in dem Bauprogramm enthalten ist. Die Anwohner wollten sich zwar an Kosten für Gehwege, Beleuchtung, Entwässerung und Nebenanlagen beteiligen, nicht aber für die Straße zahlen, deren Zustand sie nicht verursacht hätten. Sie verstehen nicht, dass sie den Hauptanteil der Kosten tragen müssen, weil Fördermittel und ein Landeszuschuss nur dem städtischen Anteil zugeschlagen werden. "Nicht genug, dass wir durch den Umleitungsverkehr eine jahrelange Einschränkung der Lebensqualität hinnehmen mussten, nun dürfen wir auch noch für die entstandenen Schäden aufkommen", heißt es in dem Schreiben der Initiative.

Die Verwaltung verwies immer wieder auf die rechtliche Situation. Einige Angeordnete hat die Diskussion verunsicherte. Sie stimmten dem Beschluss nicht zu. Die Mehrheit aber tat es. "Wir müssen das akzeptieren. Ein ernsthafter Dialog mit den Bürgern hat aber nicht stattgefunden", so Heike Zeisel zur RUNDSCHAU. Arbeiten für den ersten Bauabschnitt sind bereits ausgeschrieben.