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| 12:01 Uhr

Katastrophenfall für Mühlberg/Elbe ausgelöst

Hochwasser in Mühlberg zwei Tage vor dem vermuteten Höhepunkt , seit Samstag 1. Juni wird bereits das Haus vom Ruderverein ausgeräumt
Hochwasser in Mühlberg zwei Tage vor dem vermuteten Höhepunkt , seit Samstag 1. Juni wird bereits das Haus vom Ruderverein ausgeräumt FOTO: Mona Claus (LR-ELW-RED-101)
Herzberg. In der gerade zu Ende gegangenen Krisensitzung des Hochwasserstabes in Herzberg (Elbe-Elster) hat Landrat Christian Jaschinski (CDU) für Mühlberg/Elbe kurz nach 11 Uhr den Katastrophenfall ausgelöst.

Der Pegel hat um 11 Uhr mit 9,02 Meter die Neun-Meter-Marke erstmals überschritten. Der Pegel nähert sich damit dramatisch dem bisherigen Höchstwert der Jahrhundertflut im Jahr 2002 (9,98 Meter). Experten gegen gegenwärtig davon aus, dass dieser Wert überschritten wird. Mit etwa 10,10 Meter wird gerechnet. Das würde auch bereits sanierte Deichabschnitte überspülen. Gegenwärtig wird an verschiedenen Deichbereichen bei Mühlberg mit Hochdruck daran gearbeitet, die Dämme "aufzukanten". Wo möglich, passiert das mit noch mit Technik. Dazu wird ein Sand-Geröllgemisch aufgeschüttet. Gleichzeitig werden Sandsäcke befüllt und gestapelt.

100 Bundeswehrsoldaten sind bereits vor Ort, um bei der Deichsicherung zu helfen. In Kürze soll mit der Evakuierung des Altenheimes begonnen werden. Auch andere pflegedürftige Bürger sollen das Gefahrengebiet verlassen. Großflächige Evakuierungen sind noch nicht geplant. In Mühlberg wird ein Pegel der Elbe von bis zu 10,20 Metern erwartet.