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| 14:38 Uhr

Für eine Fernsehserie gedreht
Diesmal steht der Körbaer Teich im Mittelpunkt

 Familie Weigelt beim Picknick in Körba. Viele Erinnerungen werden wach.
Familie Weigelt beim Picknick in Körba. Viele Erinnerungen werden wach. FOTO: Agentur
Körba. Kamerateam für die Sendereihe „Der schönste Sommer meiner Kindheit“ hat vor Ort schon alles dafür eingefangen.

„Der schönste Sommer meiner Kindheit“ nennt sich eine neue Sendereihe mit in sich abgeschlossene Folgen im MDR-Fernsehen. Es geht darin ebenso um Vergangenheit wie auch um Gegenwart. Es ist die Rede von Erinnerung, Vergänglichkeit und Wiederentdeckung, vom Sommerurlaub damals und heute. Auch der Körbaer Teich wird dabei eine Rolle spielen. Die Kameraleute haben sich in diesen Tagen vor Ort umgesehen und das Filmmaterial „im Kasten“.

Im Mittelpunkt steht dabei - neben dem Körbaer See selbst - die Familie Weigelt. Die Reise zum alten Urlaubsziel von früher beginnt für sie mit einer Überraschung: Denn der Badesee, an dem so viele Erinnerungen hängen, ist aktuell aufgrund der seit Monaten anhaltenden Niederschlagsdefizite nicht mal mehr einen Meter tief. Wo man damals richtig schwimmen konnte, ist heute nur noch ans Planschen zu denken. Aber davon lässt sich die Familie aus Leipzig nicht verschrecken. Sie ist hier auf der Spurensuche nach Erinnerungen.

Am Körbaer Teich verbrachten Wolfgang und Uta Weigelt mit ihren Töchtern Anja und Sandy immerhin ihre schönsten Sommerurlaube im Zelt – vor 28 Jahren. Die Kinder erlebten unvergessliche Abenteuer im Wald und im Wasser, und die Eltern konnten sich entspannen. Der Zeltplatz, auf den die Weigelts damals campierten, ist heute zwar geschlossen, aber mit alten Fotos begeben sie sich auf dem verwilderten Gelände auf die Suche nach Altbekanntem.

Sandy, Anja und Corina wagen trotz Niedrigwasser eine Seefahrt mit dem Ruderboot und treffen vor der alten Eisdiele sogar noch das Ehepaar Lehmann, das die Kinder damals mit Eis versorgte – bis zu 33 Tonnen in einer Saison! Am Abend begibt sich Familie Weigelt auf eine Nachtwanderung. Als in der Ferne Wildgänse und Käuzchen rufen, ist es fast so wie damals, und im Schein des Mondes verwandelt sich manche Eiche in einen Traumzauberbaum.

Am anderen Ende des Körbaer Teichs führt Heiko Fieber die Ferienanlage „Goldpunkt“. Schon seine Eltern arbeiteten zur DDR-Zeit hier. Hin und wieder besuchen ihn Gäste von früher, so zum Beispiel Martin Görner. Er kennt die Bungalows noch aus seiner Kindheit, als er hier im Betriebsferienlager des VEB Goldpunkt drei wunderbare Sommer verbrachte. Heute ist er mit Heiko Fieber befreundet.

Heiko und Martin machen einen Rundgang durchs Ferienlager. An den Fahnenappell erinnern sie sich kaum noch, dafür aber umso besser an ihre Kinderstreiche und die erste Liebe. Vieles hat sich verändert, aber die Sonne brennt so heiß wie damals, und so freuen sich die beiden auf ein kühles Bier bei Annegret und Günter Weisbrodt. Ihre Gaststätte am See ist zwar inzwischen auch geschlossen, aber für die alten Bekannten machen sie eine Ausnahme.

Auf der Terrasse in der Abendsonne sitzend, sind sich alle einig: Auch wenn längst nicht mehr so viele Touristen den Weg an den Körbaer Teich finden – von seiner Idylle hat er bis heute nichts verloren.

Ausstrahlung am Dienstag, 30. Juli, um 19.50 Uhr im MDR.

 Familie Weigelt beim Picknick in Körba. Viele Erinnerungen werden wach.
Familie Weigelt beim Picknick in Körba. Viele Erinnerungen werden wach. FOTO: Agentur
(red/sk)