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| 13:26 Uhr

Falkenberg
Kameraden hoffen auf Fördermittel für neues Auto

Falkenberg. Für das derzeitige Löschfahrzeug LF 16 TS der Falkenberger Stadtwehr muss Ersatz her. Bestenfalls mit Fördermitteln untersetzt, damit die Anschaffung die Stadtkasse nicht zu sehr beutelt. Von Sylvia Kunze

Aber: Bislang sind keine derartigen Zuschüsse in Sicht. Für 2018 taucht die Ersatzbeschaffung deshalb aktuell gar nicht im Stadthaushalt auf. Erst für 2019 ist von einer Ersatzbeschaffung Erwerb Hilfeleistungslöschfahrzeug zu lesen. 380 000 Euro sind dafür veranschlagt, bestenfalls mit einem Fördersatz von 50 Prozent. Blieben 190 000 Euro Eigenanteil übrig.

Hier folgt das nächste aber: „Leider sind von Seiten des Landes noch keine Informationen gekommen, ob oder wie das Förderprogramm ab dem Jahr 2019 fortgeführt wird“, musste Stadtbrandmeister Sören Diecke in der zurückliegenden Jahreshauptversammlung konstatieren. Er weiß: „Sollte es keine Förderung mehr geben, hat dies für die Stadt Falkenberg erhebliche negative Folgen. Insofern gilt unsere Bitte an den Kreisbrandmeister, unbedingt hierzu Rücksprache mit dem Ministerium zu nehmen und auf eine Fortführung des Förderprogramms zu drängen.“

Sören Diecke weiß, dass auch ohne so ein kostenintensives Fahrzeug in Sachen Brandschutz noch genügend andere Ausgaben an der Stadt kleben bleiben. Rund 50 000 Euro Investitionen (nicht mitgerechnet Reparaturen und laufende Kosten) stehen für dieses Jahr zu Buche, zum Beispiel für PA-Masken, Ausrüstungsgegenstände, Sirenen, Feuerlöschbrunnen. Kein Luxus, alles dringende Notwendigkeiten.

Überlegungen des Innenministeriums im Zuge der Neuordnung des Brand- und Katastrophenschutzes auch von neuen, moderneren Dienstuniformen zu sprechen, sieht der Falkenberger Stadtbrandmeister deshalb mit gespaltenen Gefühlen. Grundsätzlich sei dem ja etwas Positives abzugewinnen, gesteht er ein, dennoch dränge sich sofort die Frage auf, wer das denn wieder bezahlen solle. „Wir sind derzeit noch nicht in der Lage, allen unseren Feuerwehrangehörigen eine aktuelle Dienstuniform zu beschaffen. Dann müssten, wenn sich das durchsetzt, alle neu eingekleidet werden. Sorry, wir haben doch derzeit sicher andere Probleme“, wiegelt Diecke diese Idee ab.

Besser findet er in diesem Zusammenhang dann schon eher Vorschläge zur Flexibilisierung der Altersgrenze für Aktive sowie Prämienzahlungen für langjährige Kameraden.