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| 02:39 Uhr

Jungen Seeadler völlig entkräftet und ausgehungert eingefangen

Falkenberg. Ein junger Seeadler konnte am Freitag vor dem Verhungern gerette werden. Seit einigen Jahren brütet ein Seeadlerpaar in der Region südlich von Herzberg. Dieter Lehmann/dlh1

Es gibt im Land Brandenburg gegenwärtig nur wenig mehr als 100 Brutplätze dieser streng geschützten Vogelart. In diesem Jahr hatte das hiesige Seeadlerpaar zwei Junge im Horst, die Ende Juni ausgeflogen sind. Einer der beiden Jungadler verhielt sich danach sehr eigenartig. Er schien Vorlieben für Haushühner zu entwickeln. Im Ortsbereich von Kleinrössen, Bahnsdorf und Wiederau wurde er mehrfach gesichtet, wobei er wenig Scheu gegenüber Menschen zeigte. Seeadler ernähren sich hauptsächlich von Fischen und Wasservögeln, aber auch Aas. Hühnerhöfe und ähnliche Einrichtungen werden in der Regel nicht als Nahrungsquellen genutzt, weil die Adler im Flug viel zu schwerfällig sind.

Am Freitagbend wurde der Jungadler in Wiederau dann eingefangen und zur Greifvogelstation nach Oppelhain gebracht. Er saß völlig entkräftet und ausgehungert auf einer Mülltonne.

Die Auffangstation für verletzte und kranke Greifvögel der Oberförsterei Hohenleipisch gibt es seit 2001. Jährlich werden zwischen 40 und 90 Patienten in der Station aufgenommen, mit dem Ziel der Wiederauswilderung.