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| 02:40 Uhr

Jugendklubstandort in Herzberg auf dem Prüfstand

Herzberg. Wie sehen Ziele und Inhalte der Herzberger Jugendarbeit aus? Das war die zentrale Frage beim Auftritt der neuen Herzberger Jugendkoordinatorin Nicole Hentschel vor dem städtischen Ausschuss für Jugend, Bildung Soziales und Sport. Seit Jahresbeginn zeichnet die 28-Jährige für die Jugendarbeit in Herzberg verantwortlich. Ronald Ufer

Sie betreut hauptamtlich den Jugendklub im Verkehrsgarten. Derzeit sucht sie vor allem nach Kontakten und Netzwerken.

Etwa 500 junge Leute im Alter von zwölf bis 18 Jahren leben im Herzberger Stadtgebiet. Zwischen zwölf und 30 Jahren sind es etwa 1500, erläutert Nicole Hentschel. In den Ortsteilen gibt es mit Osteroda, Borken, Buckau, Arnsnesta, Gräfendorf, Friedersdorf, Mahdel und Rahnisdorf acht Jugendklubs, die ehrenamtlich durch die Jugendlichen vor Ort selbst gemanagt werden. Hier können sie sich auch an den Abenden und am Wochenende treffen. Das ist in Herzberg anders. Der Klub ist mithilfe der Stadt sehr gut ausgestattet. Abends nach 18 oder 20 Uhr und am Wochenende ist er aber zu. "Das ist ein Problem", sagt Nicole Hentschke. "Es fehlt ein Platz in Herzberg, an dem die Jugendlichen sich abends treffen können und einfach unter sich sind. Die Lage des Klubs weit außerhalb der Stadt hat viele Vorteile, aber auch Nachteile", sagt Nicole Hentschel. Einen Standort nahe einer Schule fände sie nicht schlecht. Beim Bürgermeister sei das Problem bekannt, eine Änderung der Situation werde aber nicht von heute auf morgen möglich sein, so die Koordinatorin. Sie versucht derweil, Kontakte mit Schulen, Vereinen, der Feuerwehr oder mit der Kirche zu knüpfen. So können Jugendliche beim Passionsspiel der Gemeinde am Karfreitag mitmachen. Auch ein Jugendgremium, das sich in der Stadt politisch engagiert, kann sie sich vorstellen. Der Ausschuss für Jugend, Bildung und Soziales kann das auch.