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Jugendfeuerwehrtag mit vollem Einsatzprogramm

Falkenberg. Voller Einsatz stand für 19 Mädchen und Jungen am Wochenende in Falkenberg auf dem Programm. Im Rahmen des 24-Stunden-Jugendfeuerwehrtages galt es für die Jugendlichen zwischen zwölf und 16 Jahren immer wieder "Einsätze" abzuarbeiten. rmr1

Übernachtet wurde auf Feldbetten im Gerätehaus.

"Wir haben verschiedene Einsatzszenarien vorbereitet", erklärte Andreas Kluge, Jugendwart aus Rehfeld, der den Aktionstag mitbetreute. Bereits gegen zehn Uhr vormittags der erste größere Einsatz: Verkehrsunfall in Rehfeld. Zwei Autos waren frontal zusammen gestoßen, Personen eingeklemmt. Realitätsnahe Simulation. Mit Blaulicht und Martinshorn ging es nach dem Erklingen der Sirene zum Einsatz. "Manche waren noch etwas schüchtern, beispielsweise beim Ansetzen des Spreizers", so Kluge. Insgesamt sei der Tag aber eine "schöne Erfahrung".

Neben den Übungen wie Brandbekämpfung mittels Schnellangriff standen noch weitere Außeneinsätze auf dem Plan. Feuerlöschen in Kleinrössen oder die nächtliche Ausleuchtung für eine fiktive Hubschrauberlandung.

Es war das zweite Mal, dass ein solcher Aktionstag durchgeführt wurde. Im nächsten Jahr werde es dann wieder ein Zeltlager geben. "Es soll ja auch abwechslungsreich sein", meinte der Jugendwart. Im gesamten Stadtgebiet sind gegenwärtig 63 Kinder in den Kinder- und Jugendfeuerwehren engagiert. Diese Zahl ist relativ konstant. "Natürlich können es gerne mehr sein", lächelte Kluge. "Wenn wir von zehn Mitgliedern zwei in den Aktivdienst bekommen, sind wir schon gut." Dabei spielt natürlich auch der Lebenslauf eine Rolle, beispielsweise wenn für Ausbildung oder Studium der Heimatort verlassen werden muss. Nicht zu unterschätzen sei auch die Tatsache, dass sich die wirklichen Einsätze eben doch auch von simulierten Übungen unterscheiden. Nachwuchswerbung in Schulen und Kitas gibt es. Eine große Rolle spiele aber auch das Elternhaus. Wo sich die Eltern bereits engagierten, sei die Wahrscheinlichkeit höher, dass der Nachwuchs dies ebenfalls täte.

Zur Veranstaltung am Wochenende will Kluge unbedingt eines loswerden. "Wir sind der Stadtverwaltung zu großem Dank verpflichtet, dafür, dass wir nach Anmeldung wirklich unter Einsatzbedingungen losfahren konnten. Auch allen Sponsoren, die uns mit Technik und kulinarischer Versorgung unterstützt haben, gilt unser Dank." Dabei nennt er besonders die Fleischerei Bummel, die Bäckerei Getzschmann, die Autoverwertung Süptitz und die Stadtwehrführung Falkenberg. Und noch etwas ist dem Jugendwart wichtig. "Wer Interesse an der Kinder- oder Jugendfeuerwehr hat, kann sich jederzeit bei uns melden." Auf dass die Mitgliederzahl auch weiterhin konstant bleibe oder bestenfalls sogar steigt.