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| 18:13 Uhr

Mehr Mitbestimmung
Jugendbeirat in Herzberg ist realistisches Ziel

Herzberg. Kinder und Jugendliche haben sich zu zwei Veranstaltungen getroffen, um über mehr Mitsprache in der Stadt zu diskutieren.

Die Politikwissenschaftlerin und Soziologin Katharina Schwarz aus Rahnisdorf hat sich vorgenommen, die Stadt zu unterstützen, wenn es darum geht, den Kindern und Jugendlichen in Herzberg mehr Mitspracherecht einzuräumen. In Schulen und Einrichtungen hat sie um die Teilnahme an einer ersten Gesprächsrunde am 23. September geworben und wurde nicht enttäuscht. Etwa 30 Kinder und Jugendliche verschiedener Altersgruppen waren in das Bürgerzentrum gekommen und haben reichlich diskutiert.

Erstmal ging es darum, was ihnen an ihrer Heimatstadt gefällt und was nicht. Die Natur, die Ruhe, der Stadtpark, kurze Wege, die Nähe zur Familie, relativ wenig Verkehr, der Botanische Garten und Umweltfreundlichkeit waren einige Pluspunkte für Herzberg. Bemängelt haben sie, dass es keinen zentralen Treffpunkt und keine jugendtypische Veranstaltungen vor allem an den Wochenenden für die jüngere Generation in der Stadt gibt. Auch fehlen ihnen konkrete Ansprechpartner. Die Schmierereien an Hauswänden stören sie und die beschränkten Möglichkeiten bei schnellem Internet und WLAN.

Mehrheitlich sehen sie es als dringend an, einen Jugendbeirat zu bilden, Jugendclubs in den Ortsteilen zu aktivieren und mehr Plätze für Sport und Treffpunkte in der Stadt zu schaffen. Auch einen Jugendkoordinator oder eine Jugendkoordinatorin müsste die Stadt schnell einstellen, meinen sie. Mit vielen Ideen sind die Kinder und Jugendlichen am 23. September auseinander gegangen und haben festgelegt, eine WhatsApp-Gruppe zu bilden und sich eine Woche später gleich wieder zu treffen. Es soll nichts auf die lange Bank geschoben werden.

An diesem Montag ging es dann vor allem um den Beirat. Zum 28. Oktober wollen die jungen Leute einige Abgeordnete einladen und ihnen ihre Vorstellungen unterbreiten. 12 bis 15 Mitglieder sollen dem Jugendbeirat angehören. Zu der Wahl sind alle interessierten Kinder und Jugendlichen eingeladen. Ein genauer Termin steht noch nicht fest.

(ru)