Mit einer Vor-Ort-Teilnahme der Musikschultalente der Kreismusikschule „Gebrüder Graun“ (Elbe-Elster) beim Bundesfinale von „Jugend musiziert“ wird es auch diesmal nichts. Der Abschluss des Bundeswettbewerbs vom 20. bis 27. Mai in Bremen und Bremerhaven findet aufgrund der Corona-Pandemie als Videowettbewerb statt. Eine Reise von Tausenden Menschen in die Hansestädte sei nicht zu verantworten, entschieden die Organisatoren. Mit interaktiven Workshops, einem live gestreamten Begrüßungskonzert der Bremer Philharmoniker sowie einem virtuellen Rahmenprogramm wollen die Gastgeber trotzdem versuchen, den Teilnehmern zu Hause ein Bundeswettbewerbs-Gefühl zu vermitteln.
Die Musikschultalente der Kreismusikschule „Gebrüder Graun“ haben sich von diesen Nachrichten nicht entmutigen lassen, sondern sind seit Tagen im Finalfieber. Zumindest die, die beim Landeswettbewerb mit ihren preiswürdigen Leistungen eine Delegierung erhalten hatten. Sie gehen in diesem Jahr neue Wege, um die Wettbewerbsjury von ihrem Können zu überzeugen.

Musik-Wettbewerb findet diesmal digital statt

Die Kreisstadt Herzberg ist dabei ein wichtiger Partner. Das Bürgerzentrum wurde kurzerhand zur Bühne fürs Bundesfinale. Im großen Saal präsentierten Musikschülerinnen und Musikschüler ihre finalen Wettbewerbsprogramme Ende April zur Video-Aufzeichnung. Bis 28. April mussten alle Beiträge beim Bundesmusikrat vorliegen, und jetzt heißt es: Daumen drücken.
Um den Delegierten optimale Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, hatte sich die Kreismusikschule im Bürgerzentrum in Herzberg eingemietet. „Wir konnten den Musizierenden so eine realistische Auftrittsatmosphäre zur Verfügung stellen. Und das fehlende Publikum wurde einfach durch eine Kamera ersetzt“, schildert Musikschulleiter Chris Poller die ungewöhnliche Wettbewerbssituation 2021. Die hochwertige Aufnahmetechnik stellten der Fachbereichsleiter Nassib Ahmadieh und Schulleiter Chris Poller zur Verfügung. Nassib Ahmadieh betreut bereits seit zwölf Monaten zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Musikpädagoge und Fachbereichsleiter die Online-Konzerte der Kreismusikschule am digitalen Schneidetisch. Am Ende des Tages haben die Wettbewerbsteilnehmer ihre Beiträge auf den USB-Sticks gesichert, die die Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ in ihrer Weihnachtsaktion 2020 allen Lernenden der Kreismusikschule spendiert hatte.

Aufzeichnung unter Corona-Bedingungen

Die Schüler Bruno Bulang (Bariton) und Laurence Hoppe (Trompete) wurden am Flügel von Neritan Hysa begleitet. Johanna Zmeck übernahm die Begleitung von Amelie Halbin (Flöte). Im Duo Klavier und ein Streichinstrument präsentierten sich Laetitia Pilz (Klavier) und Emily Lea Köpcke (Cello). Elisabeth Kugler (Flöte) hatte mit Wara Jimenez Gorockiewicz eine jugendliche Begleiterin von der Städtischen Musikschule Guben „Johann Crüger“.
„Alle Mitwirkenden haben phantastisch musiziert und mit ihren Vorträgen ihre hohe Musikalität und das Niveau der musikalischen Ausbildung an der Kreismusikschule ‚Gebrüder Graun‘ bestätigt“, bescheinigte Chris Poller den Finalteilnehmern. Die Aufzeichnungen erfolgten nach Angabe der Kreismusikschule   nach den Vorgaben der Wettbewerbsausschreibung und  den strengen Hygieneregeln der Kreismusikschule.