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| 14:29 Uhr

Aus der Stadt
Jüdischer Friedhof an der falschen Stelle der Stadt?

Uebigau. Seitdem am Ortsausgang in Richtung Wahrenbrück die Fläche eines früheren jüdischen Friedhofes, der über Jahre verwaist, von Sträuchern und Bäumen bewachsen und absolut nicht mehr als solcher zu erkennen war, ein Stück weit wieder sichtbar gemacht wurde, gibt es in der Stadt Diskussionen.

Nicht wenige der älteren Einwohner wollen wissen, dass sich dieser Friedhof gar nicht an dieser Stelle befunden habe, an der jetzt an ihn erinnert werden soll. Abgeordneter Thomas Lehmann hat diese Debatten in der zurückliegenden Stadtverordnetenversammlung zum Thema gemacht und Hauptamtsleiter Roland Schrey gefragt, wie sicher die Erkenntnisse zum Standort seien.

Schrey berichtete, dass diese Fläche anhand alter Katastereintragungen als solche lokalisiert worden und vom Bundesvermögensamt als bisherigem Eigentümer der Stadt kostenfrei zugeordnet wurde. „Wir wollen in diesem Jahr zum Abschluss kommen“, kündigte der Verwaltungsmitarbeiter an. Nach dem Herrichten der Fläche und der Fertigstellung des Zauns, der den früheren Friedhof eingrenzt, wolle man nun noch einen Stein setzen. Das solle voraussichtlich im November erfolgen, kündigte Schrey an.

(sk)