Von Sylvia Kunze

Der Reit- und Fahrverein Kölsa feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum. Da darf der traditionelle Tag der offenen Tür natürlich nicht fehlen.

„Viele Freunde des Reitsports besuchten dieses große Fest und zahlreiche fleißige Hände sorgten für gutes Gelingen. Auf dem kleinen Reitplatz zeigten Erwachsene, Kinder und Jugendliche ein abwechslungsreiches Schauprogramm. Unter anderem wurden eine Quadrille, ein Pas de deux und eine Voltigier-Kür vorgetragen. Eine neue Variante des Märchens vom Hans im Glück erheiterte das Publikum. Das traditionelle Pushball-Spiel gegen die Züllsdorfer Reitfreunde endete schließlich unentschieden. In der Pause wurde fleißig geschminkt, gebastelt und geschätzt. Süße und herzhafte Speisen und Getränke sorgten für das leibliche Wohl. Den schon traditionellen Schätzwettbewerb und den damit verbundenen Präsentkorb gewann Marko Kindel. Dieser wurde von der Fleischerei Bummel gesponsert“, fasst Carola Lösler das Geschehen am zurückliegenden Wochenende zusammen.

Ihr Resümee: „Das Fest fand am Abend mit Tanz und Unterhaltung in der Reithalle einen würdigen Abschluss. Auch der 25. Tag der offenen Tür des Reit- und Fahrverein Kölsa war ein gelungenes Fest.“ Dem kann sich Konstanze Richter, Vorsitzende des Vereins und Inhaberin des Kölsaer Reiterhofes, nur anschließen: Es war ein sehr gelungener Tag sagt sie und bedankt sich für die Hilfe der Vereinsmitglieder, der vielen Helfer und Sponsoren. „Es hat sich ein riesengroßer Zusammenhalt entwickelt“, freut sie sich. Und auch darüber: „Unser Verein ist inzwischen angesehen. Das war vor einigen Jahren leider noch nicht so der Fall.“

Trotz der nicht optimalen Wetterbedingungen am zurückliegenden Wochenende sei sie mit der Besucherresonanz sehr zufrieden, berichtet Konstanze Richter, die nicht ohne Stolz hinzufügt, dass der Verein aktuell 32 Mitglieder zählt, der größte Teil davon sind Kinder und Jugendliche. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Reitausbildung des Nachwuchses und auf den Umgang mit den Pferden. Tier- und Stallpflege eingeschlossen.

Aber dennoch bleibe ausreichend Zeit für Voltigieren, mit der Lounge arbeiten, Dressur- und Springreiten. „Der größte Teil unserer Mitglieder sind reine Freizeitreiter ohne große sportliche Ambitionen“, macht die Kölsaerin deutlich, warum man Reiter aus ihrem Verein bei großen Turnieren eher selten findet. Die Nachfrage sei dennoch groß. „Wir verzeichnen immer wieder Neuanmeldungen und sitzen mitgliedertechnisch weiter auf einem aufsteigenden Ast“, so Konstanze Richter.

Da kommt es ihr sehr entgegen, dass im Zuge des Bodenneuordnungsverfahrens im Dorf ein Flächentausch möglich geworden ist. „Wir können jetzt endlich die Wiese gegenüber vom Reiterhof haben und uns weite Wege mit den Kindern entlang der verkehrsreichen Straße bis zur Koppel sparen“, erzählt die Vereinsvorsitzende. Und noch eine Neuanschaffung dürfte für Jubel sorgen: „Händel“, das neue Vereinspferd. Es ist als Ersatz für den in die Jahre gekommenen alten Traber „Gondo“ angeschafft worden. „Unseren Opi werden wir weiter bemuddeln. Viele Kinder haben auf ihm das Reiten gelernt. Aber nun ist es Zeit für seinen Ruhestand“, sagt Konstanze Richter. Stattdessen werde jetzt „Händel“ für den Reitunterricht bereitstehen.