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| 17:23 Uhr

Schlieben
Werbung für das Schliebener Land

Jessica Kessel kümmert sich jetzt um das Marketing fürs Schliebener Land. In Hohenbucko groß geworden, kennt sich die junge Frau ganz gut aus - und kann dennoch jeden Tag neue Fakten über ihre Heimat lernen.
Jessica Kessel kümmert sich jetzt um das Marketing fürs Schliebener Land. In Hohenbucko groß geworden, kennt sich die junge Frau ganz gut aus - und kann dennoch jeden Tag neue Fakten über ihre Heimat lernen. FOTO: Sylvia Kunze / LR
Schlieben. Jessica Kessel ist die Neue im Amt und besetzt die neue Stabsstelle Marketing. Von Sylvia Kunze

Treffpunkt Touristinfo Schlieben heißt die Vereinbarung. Aber wo ist sie denn? Selbst wer als Ortskundiger hinfinden will, wird auf die Probe gestellt, wie pfiffig er ist. Von außen deutet an dem großen Haus nichts darauf hin, dass sich darin das Zíel befindet. Die Tür bleibt verschlossen, der Knauf lässt sich nicht drehen. Dass man über den Hintereingang vom Hof her zum gesuchten Ort gelangt, erfährt man nur, wenn man es ausprobiert. „Das ist schon ein entscheidender Punkt, der sich schnell ändern muss“, beschreibt Jessica Kessel eine ihrer ersten Aufgaben. Sie ist die Neue in der Schliebener Amtsverwaltung. Stabsstelle Marketing nennt sich ihr Aufgabenbereich. Und der wird es in sich haben.

Amtsdirektor Andreas Polz hat klare Vorstellungen und diese Stabsstelle nicht ohne Grund eingerichtet: „Wir haben hier in Schlieben und im Schliebener Land so viel zu bieten. Aber das muss besser nach außen hin sichtbar gemacht werden“, sagt er und meint damit nicht nur die Anlaufstelle Touristinfo, sondern auch viele andere Angebote im Amtsbereich. Die reichen angefangen beim Drandorfhof über die Kellerstraße in Schlieben bis hin  zu den vielen Veranstaltungen in der Region.

Für Jessica Kessel, die seit Februar in der Verwaltung angestellt und deren Stelle eine Mischfinanzierung von Amt und Stadt ist, ist das insofern eine spannende Herausforderung, als dass sie vom Fach ist und zudem noch aus dem Schliebener Land stammt. In Hohenbucko groß geworden, nach Zwischenstopp in Dresden mit ihrem Mann wieder in dessen Heimatort Fermerswalde zurückgekehrt, weiß sie, wovon sie spricht, wenn es um Schlieben und Umgebung geht. Und auch wenn sie erst wenige Tage im neuen Job arbeitet, weiß sie schon jetzt: „Ich mache, das, was mir Spaß macht. Ich kann für meine Heimat kreativ sein und organisieren und etwas Gutes für die Region tun.“

Die Schliebener Touristinfo im Stadtbild und in der öffentlichen Wahrnehmung präsenter machen, ist nur ein erster Schritt. Im Drandorfhof gibt es darüber hinaus noch mehr zu tun. „Wir wollen ihn wieder mehr beleben“, gibt Andreas Polz die Zielstellung vor, „denn er bietet so viele Möglichkeiten und liegt mitten in der Stadt. Das ist bei Veranstaltungen allerdings auch in Sachen Lautstärke die Herausforderung“, gibt er unumwunden zu.

Dennoch gehe man gerade das Vorhaben an, veranstaltungstechnisch mehr im Areal zu machen, als nur dem Neujahrsempfang des Amtes, Seniorenakademien, einigen wenigen Chorkonzerten und privaten Feiern einen Rahmen zu geben. Der Moienmarkt- und Kulturverein organisiert aktuell mit Unterstützung von Amt und Stadt einen irischen Abend. Der soll am 20. April im Schafstall starten, mit keltischem Folk und Beat mit „The Aberlour’s“ aufwarten und natürlich auch Guinness-Bier und landestypisches Essen auftischen. Selbst auf den Emporen, bisher kaum genutzt, sollen sich die Besucher amüsieren können. „Neue Wege gehen“ nennt Polz den eingeschlagenen Kurs und hofft gemeinsam mit den Mitorganisatoren auf Erfolg.

Ein weiteres Aufgabenfeld ist aus seiner Sicht die Belebung der Kellerstraße. Viele kleine Schritte seien dafür bereits in Planung. „Aber ich mach das nicht allein. Wir sind hier ein Team. Hinter mir stehen unter anderem der Moienmarkt- und Kulturverein, die Amtsverwaltung und Vertreter der Stadt. Gemeinsam wollen wir etwas bewegen“, so Jessica Kessel.

Sie wird künftig sozusagen ein Stück „Gesicht“ des Schliebener Landes, denn Marketing fürs Schliebener Land gehört nach Auffassung des Amtsdirektors künftig zu jeder größeren Veranstaltung, bei der die Angebote vor Einheimischen und Gästen vorgestellt und beworben werden sollen. Besucher müssten zudem erfahren können, was wann wo zu erleben ist, wo sie übernachten können und welche Touren vielleicht möglich sind. Nicht nur wochentags zu den Bürozeiten, sondern auch darüber hinaus. Die Nutzung neuer Medien kommt dabei ins Spiel.

Die junge Marketingfrau, die das nötige Fachwissen bei einem Studium in Riesa erworben hat, will sich den Aufgaben gern stellen – mit einer gehörigen Portion „Herzblut, denn ich liebe meine Heimat. Ich freue mich, wieder hier zu sein.“