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| 01:24 Uhr

Interaktive Tafel in Falkenberger Schule

Falkenberg. Eine neue, interaktive Tafel ist der ganze Stolz der Lehrer der Falkenberger Grundschule „Astrid Lindgren“. Nach Schulanbau und Einrichten einer Lernwerkstatt kamen sie auch noch in den Genuss dieses hochmodernen Unterrichtmittels, das inzwischen so manche Unterrichtsstunde selbst für kleine Lernmuffel zu einem Erlebnis macht. Von Sylvia Kunze

Steffen Nitschke hat zum Beispiel für den Physikunterricht in der 6. Klasse das Tafelbild zur Ausbreitung des Lichts schon zu Hause vorbereitet und lässt es nun von den Schülern komplettieren. Während diese erst einmal in ihren Heftern arbeiten, bleibt Zeit für eine kurze Demonstration, was die Tafel alles kann. Ein kurzes Tippen des Lehrers auf verschiedene Symbole, schon beginnt der dazugehörige Computer die gegebenen Befehle umzusetzen: mal erscheinen Linien für Schreibübungen, mal Rechenkästchen für den Mathematikunterricht. Steffen Nitschke gehört zu den fünf Lehrern der Falkenberger Grundschule, die sich schon intensiver mit dem neuen Arbeitsmittel beschäftigt haben.

“Wir können damit genau so gut Videos zeigen, Musik oder anderen Lernstoff aus dem Internet runterladen und deutlich machen. Ton, Bild und Text bilden eine Einheit„, freut sich Schulleiterin Roswitha Große. “Man kann den Unterricht zu Hause viel besser planen, Tafelbilder vorbereiten, bei Bedarf mit Links ins Internet versehen. Das neue Arbeiten ist einfach toll„, schwärmt sie und blickt dabei gleich in die Zukunft. “Ich kann mir gut vorstellen, dass man beispielsweise einem kranken Kind viel besser vermitteln kann, was es in der Schule versäumt, wenn man zusätzlich zum Lehrbuchstoff auch solche Tafelbilder zur Verfügung stellt.„

Sie weiß: Momentan stehen die Falkenberger Grundschullehrer ganz am Anfang des Erkundens der Möglichkeiten, die die interaktive Tafel bietet. “Wir müssen das erst einmal alles Ausprobieren und Erfahrungen sammeln„, ist auch Steffen Nitschke überzeugt. Großes Ziel: “Alle Lehrkräfte sollen damit umgehen können„, so die Schulleiterin. “Und auch die Schüler werden in diesen Lernprozess mit einbezogen, damit sie die Tafel ebenso nutzen können, zum Beispiel, wenn sie Vorträge zu Hause erarbeitet haben und sie dann in der Schule präsentieren sollen.„

Einziges Problem: “Eine Tafel dieser Art ist eigentlich zu wenig. Wir stehen jetzt schon bei der Raumplanung vor großen Herausforderungen, weil natürlich jeder Lehrer mal in den Genuss kommen will, damit zu arbeiten. Das ist ja das Schöne: Sie kann für wirklich jedes Unterrichtsfach in jeder Klassenstufe verwendet werden„, berichtet die Schulleiterin. Gemeinsam mit dem Förderverein der Grundschule sei man deshalb bemüht, ein zweites interaktives Exemplar zu besorgen.

Interessiert haben die Schüler die Demonstrationen von Seffen Nitschke verfolgt und sind erstaunt, was das moderne Gerät alles kann, was sie noch gar nicht wussten. Doch nun fordert er wieder Aufmerksamkeit für den Physikstoff ein. Viele Hände recken sich nach oben, weil momentan noch jeder Schüler gern an die Tafel, die gänzlich ohne Kreide auskommt und nur mit dem Finger zu “beschreiben„ ist, kommten möchte.