Die Stadtverantwortlichen von Uebigau-Wahrenbrück haben allen Grund zur Freude. Rund 300000 Euro müssen nicht ausgegeben werden. Die Summe schwebte im Zusammenhang mit der angekündigten Sanierung eines Bahnüberganges bei Wildgrube im Raum, an dem die Stadt laut Eisenbahnkreuzungsgesetz anteilig beteiligt worden wäre.

Neue gesetzliche Regelung

Aber inzwischen sind die gesetzlichen Regelungen verändert. Heißt für die Stadt Uebigau-Wahrenbrück: Sie ist aus der Nummer raus. Angela Reiniger, Mitarbeiterin im Bauamt der Verbandsgemeinde Liebenwerda, erklärt es so: „Jetzt tragen bei Kreuzungen einer Eisenbahn des Bundes mit einer kommunalen Straße der Bund die Hälfte, die Eisenbahn des Bundes ein Drittel und das Land, in dem die Kreuzung liegt, ein Sechstel der Kosten. Damit entfällt die Kostenbeteiligung der Kommune an solchen Maßnahmen. Der Stadt Uebigau-Wahrenbrück entstehen somit keine Kosten für die Erneuerung des Bahnübergangs.“ Und damit nicht genug, sie kann gleich noch eine weitere gute Information weiterreichen: „Die Bahn baut auch die notwendige Beleuchtung am Bahnübergang mit.“

Null-Summe freut alle

Man sei sehr froh, dass sich die Bedingungen so verändert hätten und die Stadt nicht zur Kasse gebeten werde. Noch vor wenigen Monaten stand immerhin von Seiten der Bahn die Androhung einer Klage im Raum, weil sich die Kommune aufgrund der immensen Kosten nicht dazu durchringen konnte, die Kreuzungsvereinbarung zu unterschreiben. Mit Verweis auf die mageren Stadtfinanzen waren die Abgeordneten nur schwer dazu zu bewegen, ihre Zustimmung zu erteilen. Die kam erst nach langer Diskussion. „Bloß gut, dass wir so hartnäckig geblieben sind“, sagt nun angesichts der neuen Null-Summe der Abgeordnete Hans Ulrich Nink.
Als Realisierungszeitraum der Sanierungsmaßnahme werden jetzt die beiden Jahre 2022/2023 genannt. Das Vorhaben rutscht damit entgegen bisheriger Planungen um zwei Jahre nach hinten.

Uebigau-Wahrenbrück