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| 13:08 Uhr

Pflege im Elbe-Elster-Kreis
Informationen zu möglichen Wohnformen im Alter

Herzberg. Mittel für Umbaumaßnahmen nur wenig genutzt. Von Birgit Rudow

Der Landkreis Elbe-Elster bietet eine Wohnberatung für ältere Menschen an und gibt ihnen so eine Orientierungshilfe. Dazu gibt es auch eine Broschüre mit zahlreichen Hinweisen.  Ob Wohnen zu Hause, betreutes Wohnen, gemeinschaftliches Wohnen, Wohngemeinschaften oder stationäre Einrichtungen – hier finden Senioren und Angehörige viele Informationen. Nachfragen kann man danach im Pflegestützpunkt Elbe-Elster.

Pflegebedürftige haben, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden,  auch einen Anspruch auf so genannte wohnumfeldverbessernde Maßnahmen. Das sind Zuschüsse für einen barrierefreien Umbau der Wohnung oder eines Hauses. Sie betragen 4000 Euro. Laut Statistik zum Jahresende 2016 sind im Elbe-Elster-Kreis 4252 Pflegebedürftige berechtigt, Mittel für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen in Anspruch zu nehmen. 196 haben dies bisher aber erst getan. Bisher wurden 784 000 Euro dafür zur Verfügung gestellt. Das ungenutzte Potenzial für solche Maßnahmen in Elbe-Elster  beträgt noch 16,224 Millionen Euro.

In der Diskussion bei der Ausschusssitzung kam zur Sprache, dass viele Pflegebedürftige Umbaumaßnahmen nicht wollten, oder dass sie zu teuer seien und die 4000 Euro nicht reichen würden. Auch sei die Beantragung bei den Kassen sehr bürokratisch. Wie Irene Schmidt vom Sozialamt hinzufügte, könne das Amt prüfen, ob soziale Hilfe möglich ist, wenn die 4000 Euro zum Beispiel für den Bad­umbau nicht ausreichen würden.