Für das Gewerbegebiet auf dem Flugplatz wird sie eine wichtige Lebensader - die neue Straße, die Schacksdorf mit der Fliegerallee am Wohngebiet verbindet. Damit bekommen die Unternehmen, die schon hier sind, wie die Flugwerft, und die, die noch kommen, wie der Öko-Park, eine bessere Verbindung zur Bundesstraße 96 und zur Autobahn A 13. Ist die einen Dreiviertel Kilometer lange und 6,50 Meter breite Piste - gebaut von der Finsterwalder Bauunion - fertig, bleibt den Lkws der umständliche - nicht nur längere, vor allem zeitaufwändige - Weg über Finsterwalde und durch die Stadt erspart. Zusammen mit dem Bahnanschluss - die alte Bahnhofsruine ist in privater Hand und soll wieder Bahnhof werden - hat der Flugplatz dann eine gute Verkehrsanbindung per Straße, Luft und Bahn. "Davon profitieren auch die Unternehmen auf Finsterwalder Seite unseres gemeinsamen Gewerbegebietes", hob Amtsdirektor Gottfried Richter hervor.

Auf Schacksdorfer Seite seien auf dem Flugplatz alle Flächen vermietet, vier Firmen beschäftigen gegenwärtig 30 Leute, 70 sollen noch einmal dazukommen, erklärt Olaf Muschter, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Auch der Massener Amtskämmerer jubelt: Statt der geplanten 900 000 Euro wird die neue Straße nach der Ausschreibung lediglich 500 000 Euro kosten - etwa 80 Prozent vom Land gefördert, der Rest kommt aus der Lichterfeld-Schacksdorfer Gemeindekasse. Bisher gelangte man von Schacksdorf aus über die Südstraße zum Flugplatz, allerdings auf alten Betonstraßen aus Sowjetzeiten, die zudem nicht öffentlich gewidmet waren. Die Holperpiste schlängelte sich durchs ehemalige Militärgelände, bevor sie vor dem Tower noch mal einen rechtwinkligen Haken schlug, den große Laster nur schwer nehmen konnten.

Spätestens Ende März kommenden Jahres soll die neue Straße fertig sein - falls man nicht noch Munition findet.