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| 10:44 Uhr

Uebigau-Wahrenbrück
In Uebigau-Wahrenbrück reifen Finanzpläne für 2018

Uebigau-Wahrenbrück. Stadt-Kämmerin hat die ersten Eckpunkte vorgestellt. Von Sylvia Kunze

In den beiden Rathausstandorten der Stadt Uebigau-Wahrenbrück wird bereits seit mehreren Wochen intensiv an den Vorbereitungen für den Haushaltsplan des kommenden Jahres gearbeitet. Kämmerin Cornelia Gmerek hat nun erste Eckpunkte vorgestellt.

Das dabei wichtigste Signal: Auch 2018 soll weiter im Stadtgebiet investiert werden. Jedoch lassen nach wie vor eng bemessene Finanzkorsette den Spielraum im Vergleich zu den Vorjahren nicht größer werden. Das Gegenteil ist der Fall. Die vom Land angekündigten Zuweisungen schrumpfen  einmal mehr. Und daran sind nicht allein die stetig sinkenden Einwohnerzahlen im Stadtgebiet (als eine wichtige Basis bei der Berechnung der Landesgelder) schuld. Für 2018 werden 5339 Bürger (Stand 31. Dezember 2016) angesetzt.

Vielmehr ist es so, dass die sogenannten Schlüsselzuweisungen ohnehin rückläufig sind. Laut Prognose, die der Kämmerin vorliegt, seien 2018 für den Ergebnishaushalt mit rund 2,5 Millionen Euro immerhin etwa 250 000 Euro weniger zu erwarten als noch in diesem Jahr. Auch die investiven Zuwendungen verringern sich und liegen bei gerade einmal noch etwa 200 000 Euro, vermutet die Finanzchefin der Stadt Uebigau-Wahrenbrück. Konkrete Zahlen liegen ihr noch nicht vor. Ihre Prognose basiert auf den Eckdaten der Vorjahre.

Ungeachtet dessen wolle man am Ziel, möglichst viele Vorhaben voranzubringen und weiter zu investieren, selbstverständlich festhalten, macht Cornelia Gmerek deutlich. Auf der 2018er Liste stehen derzeit: der Start für die Sanierung der Sanitäranlagen in der Grundschule in Wahrenbrück (Zuschüsse von Bund und Land), die Sanierung der Sanitäranlagen in der Kita „Zwergenland“ in Wildgrube (Zuschüsse vom Land), die Sanierung der Straße von Beiersdorf nach Marxdorf, Wegeinstandsetzung in Domsdorf (Zuschüsse im Rahmen von Förderung forstwirtschaftlicher Vorhaben), die Schornsteinsanierung in der Brikettfabrik „Louise“ (Zuschüsse von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und vom Land), weitere Investitionen in den Brandschutz in Abstimmung mit der Stadtwehrführung, das Fortführen der Stadt­sanierung in Uebigau (insbesondere Brandschutz in der Schlossherberge), die Erneuerung der Bushaltestelle an der Uebigauer Schule sowie weitere Investitionen in die Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet.

Wie es nach Auflistung aller Einnahmen und Ausgaben unter dem Strich aussehen wird, vermag die Finanzchefin noch nicht zu sagen. Anhand der ihr bisher vorliegenden Eckdaten geht sie vorsichtig optimistisch jedoch davon aus, dass man wiederum mit einem Überschuss rechnen könne, weil allein schon die Mindererträge der allgemeinen Schlüsselzuweisung vom Land durch zu erwartende Mehreinnahmen an Gewerbesteuer ausgeglichen werden könnten. Aber: Eine gute Gewerbesteuer lässt die Stadtkassenverantwortlichen zwar im laufenden Jahr jubeln, zwei Jahre später wirkt sich so ein positives Ergebnis jedoch schon wieder negativ auf die Höhe der Landeszuweisungen aus.