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Fleißige Helfer erwünscht
Einsatzort Langer Berg: dort wartet genügend Arbeit

Schlieben. In Schlieben startet am Wochenende erstmals wieder ein Subbotnik. Jede helfende Hand ist willkommen. Von Sylvia Kunze

Das hat es in Schlieben schon seit Jahren nicht mehr gegeben: einen Subbotnik. Zur Erklärung für jüngere Generationen und alle, die des Russischen nicht mächtig sind: Subbotnik ist ein in Sowjetrussland entstandener Begriff für einen unbezahlten Arbeitseinsatz am Sonnabend, der in den Sprachgebrauch in der damaligen DDR übernommen wurde. Und nun eine Wiederbelebung erfährt. Zumindest, was den geplanten Arbeitseinsatz am kommenden Samstag in Schlieben betrifft.

Initiatorin Kathrin Lange macht sich einen Spaß daraus, wenn sie zum Subbotnik einlädt. Wobei die Einladung keinesfalls als Spaß zu verstehen ist, sondern eine echte Absicht dahintersteckt. Nämlich: „Die Stadt wieder ein wenig schöner zu machen“, sagt die Schliebenerin, die als Vorsitzende des städtischen Kultur- und Sozialausschusses nicht nur die Mitglieder dieses Gremiums hinter sich weiß, sondern auch alle anderen Stadtverordneten, einschließlich Amtsverwaltung, Bauhof und Unterstützer aus dem Schliebener Landwirtschaftsbetrieb.

Haupteinsatzort soll auf dem Langen Berg sein. „Himmel, wie es hier aussieht!“, hat Kathrin Lange schon im Herbst des vergangenen Jahres die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. „Seitdem sind zwei weitere Stürme über das Areal gezogen und haben die Situation nicht besser gemacht“, zeigt sie den dringenden Handlungsbedarf auf, zumal „der Bauhof das alles allein gar nicht mehr schaffen kann“. Vieler Überlegungen habe es deshalb nicht bedurft, erzählt sie. „Die Dörfer machen es uns doch mit regelmäßigen Arbeitseinsätzen vor. Warum soll das denn nicht auch in einer Stadt funktionieren? Es muss nur erst einmal jemand den Anfang machen.“

Gesagt. Getan. Für Samstag, den 24. März, werden Helfer gesucht, die zu Harke, Kratze, Besen, Schippe und auch Säge greifen, um dem botanischen Wirrwarr auf dem Langen Berg Einhalt zu gebieten. Einsatzbereit sind zum Beispiel schon Männer von der Freiwilligen Feuerwehr, die ausgerüstet mit Motorsägen, berechtigt, diese zu bedienen und mit entsprechender Schutzausrüstung versehen sozusagen das Grobe angehen. „Gern können weitere Männer dazustoßen, aber immer bitte mit  nötiger Berechtigung und Schutzbekleidung“, ruft Kathrin Lange auf.

Frauen sieht sie eher bei den „leichteren“ Arbeiten. Laub wegharken, Wege freiräumen, Treppen kehren und ähnliche Betätigung sei für diese reichlich gegeben. Wichtig zu wissen: Arbeitsgeräte sind von den Helfern, egal ob Mann oder Frau, mitzubringen!

Die Herren vom Gesangsverein haben sich übrigens bereits verständigt, die Naturbühne am Spring unter ihre Fittiche zu nehmen. Dort hat einer der vergangenen Stürme einen großen Baum umgeschoben, der wiederum erheblichen Schaden im Treppenbereich angerichtet hat. Mit Blick auf das nächste Pfingstsingen ist dort also dringend Hand anzulegen.

„Und wer mit offenen Augen durchs Stadtgebiet läuft, wird sicher noch die eine oder andere Stelle entdecken oder bereits kennen, die ebenfalls wieder einmal ansehnlicher hergerichtet werden könnte. Es müssen nicht alle auf dem Langen Berg helfen. Jede andere Aktion ist ebenso gern gesehen“, animiert Kathrin Lange zum Stadtputz und setzt nach: „Jeder kann auch gern vor seiner Haustür kehren. Es ist ja schließlich unsere Stadt!“

Samstag, 24. März, ab 9 Uhr (Treffpunkt Feuerwehrgerätehaus) bis gegen Mittag, Arbeitseinsatz auf dem Langen Berg