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| 13:27 Uhr

Herzberg
In der Brückenbaustelle muss Gasleitung umverlegt werden

Momentan ruht die Baustelle an der Lapine-Brücke in der Herzberger Palombinistraße. Hier muss ein Leitungsproblem gelöst werden.
Momentan ruht die Baustelle an der Lapine-Brücke in der Herzberger Palombinistraße. Hier muss ein Leitungsproblem gelöst werden. FOTO: Rudow / LR
Herzberg. Der Abstand zu den Spundwänden reicht nicht aus. Mitarbeiter von Mitnetz Gas sind Dienstag vor Ort.

Eigentlich sollte an der Brücke über die Lapine in der Palombinistraße schon lange wieder gebaut werden, doch seit Anfang Dezember ruhen die Arbeiten. Grund: Es gibt Schwierigkeiten mit einer Gasleitung und den Spundwänden. „Die Leitungen, wie sie liegen, haben das alte Bauwerk nicht gestört und stören auch das neue nicht. Das Problem ist das Einbringen der Spundwände. Sie müssen einen Abstand von 2,50 Meter zu den Leitungen haben, und das ist hier nicht gegeben“, erläutert Reinhard Neupert vom Herzberger Bauamt.

Die Spundwände sorgen dafür, dass der Teil der Baustelle, in dem das Fundament eingebracht wird, wasserfrei ist. Sie werden eingerüttelt und das führt zu Erschütterungen, die bei zu wenig Abstand die Leitungen beschädigen können. Diesem Problem standen die Bauleute auch in der Palombinistraße gegenüber. „Die Leitung wurde mit einer Kamera überprüft. Sie ist nicht beschädigt. Es ist zu keiner Zeit unkontrolliert Gas ausgetreten“, versichert Reinhard Neupert. Die Arbeiten wurden aber unterbrochen.

Am heutigen Dienstag sollen sich Mitarbeiter der „Mitnetz Gas“ die Baustelle vor Ort ansehen. Im Herzberger Bauamt rechnet man damit, dass die Fachleute sich dazu entschließen werden, die Gasleitung auszuschwenken, also umzuverlegen. Dann können die Spundwände mit sicherem Abstand eingebracht werden.

Dadurch wird sich der Brückenbau aber weiter verzögern. „Wir wollten schon weiter sein und werden noch mehr Zeit verlieren. Der Zeitverzug ist jetzt noch nicht genau zu benennen“, so Neupert. Schon bei der Planung der Brücke hatte es Nacharbeiten gegeben. Der Bauentwurf musste angepasst werden, weil die untere Wasserbehörde gefordert hatte, den Wasserstand für ein 100-jähriges Hochwasser als Grundlage anzunehmen.