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| 02:41 Uhr

In den Ferien gehen Bauarbeiter in die Schule

Das Dach der Schliebener Schule ist in diesem Sommer die größte Investition in der Region in Schulen, die noch in kommunaler Hand sind. Die roten Dachziegel sind schon von weiten zu sehen.
Das Dach der Schliebener Schule ist in diesem Sommer die größte Investition in der Region in Schulen, die noch in kommunaler Hand sind. Die roten Dachziegel sind schon von weiten zu sehen. FOTO: sk
Region. Die Ferienzeit wird genutzt, um Schulen auf Vordermann zu bringen und dringend notwendige Reparaturen und Sanierungen zu erledigen. Weil die kommunalen Kassen aber alle nicht mehr üppig bestückt sind, fallen die vergebenen Aufträge im Vergleich zu Vorjahren deutlich geringer aus. Dieser Trend setzt sich nun schon seit einigen Jahren fort. Sylvia Kunze

Das Dach der Schliebener Grundschule kann sich sehen lassen und ist jetzt fertiggestellt. Weithin leuchten die neuen, roten Dachziegel in der Sonne und zeigen, was sich hier während der Ferien getan hat. Die Maßnahme ist die größte Investition im Herzberger Bereich in Sachen Schulen in den aktuellen Sommerferien. 72 000 Euro hat die Stadt Schlieben dafür aus dem Nothilfefonds des Landes erhalten. Parallel hat man auch gleich einen Blick auf die Fenster geworfen und festgestellt, dass es um deren Farbe nicht immer mehr hundertprozentig gut bestellt ist. "Wo es nötig war, haben wir stellenweise gleich mit einem Reparaturanstrich gearbeitet", berichtet Bauamtsmitarbeiterin Heidemarie Weithaas.

Darüber hinaus sind in der Turnhalle Untersuchungen für spätere Sanierungsvorhaben durchgeführt worden. Ein Fachmann hat sich mit der Akustik und eventuell nötigem Schallschutz befasst. Die Ergebnisse der Prüfungen seien Basis, wenn es darum gehe, Fördermittel zu beantragen, erläutert Bauamtschef Harald Kutscher.

In der Falkenberger Grundschule sind Arbeiten und daraus resultierende Ausgaben geringer. "Für den Flex-Unterricht sind Raumstrukturen zu verändern, das heißt Durchbrüche zu schaffen, und danach kümmern sich Maler und Fußbodenleger um den Rest", ist von der Bauamtsleiterin Gundula Manigk zu erfahren gewesen. Kleinere Werterhaltungen im Hort und in der Kita in Großrössen komplettieren das Ferien-Auftragspaket.

In den beiden Grundschulen im Stadtbereich Uebigau-Wahrenbrück standen ebenfalls kleinere Reparaturen an. In Wahrenbrück hat man sich laut Information von Bauamtsleiterin Angela Reiniger der defekten Regenwasserleitung angenommen und in einen Raum, der vom eindringenden Wasser Schaden genommen hatte, die Gipsplatten abgenommen und neu gemalt. In Uebigau liegt das Augenmerk auf der Reparatur der Steigeleitung für die Feuerlöschanlage. Das sei keine große Sache, aber als Mangel bei einer Kontrolle aufgelistet worden, den man damit beseitigen wolle, berichtet die Amtsleiterin.

Die Kostenstelle Schule ist in diesem Jahr auch in Schönewalde eine kleinere. Schließlich liegt alle Aufmerksamkeit aktuell auf dem Neubau der Turnhalle. Der liege gut im Zeitplan, weiß Bauamtsleiter Thomas Kräuter. Momentan geht es dort um die Fertigstellung des Außenputzes, während zeitgleich immer mehr von der alten Turnhalle verschwindet. Die Beräumung soll in den nächsten Tagen abgeschlossen sein. "Außerdem sind wir dabei, die Regenwasserleitung zu verlegen, die für die Turnhalle und einen Teil des Schulhofs gedacht ist", so Kräuter, "und Fahrbahn und Gehweg vor der Schule gilt es ebenfalls fertigzustellen, damit es zum Schulbeginn dort keine Einschränkungen mehr gibt".