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Immer mehr offene Stellen sind schwer zu besetzen

Elbe-Elster. Die Arbeitslosigkeit hat sich im Juli um 75 auf 4216 Personen verringert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 802 Arbeitslose weniger. pm/leh

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 7,7 Prozent; vor einem Jahr waren es 9,1 Prozent.

Im Raum Bad Liebenwerda betrug die Arbeitslosenquote im Juli 5,8 Prozent (Vorjahr 7,7 Prozent), in Herzberg waren es 7,6 Prozent (Vorjahr 8,8 Prozent) und in Finsterwalde 9,7 Prozent (Vorjahr 10,7 Prozent).

"Für dauerhafte Chancen auf dem Arbeitsmarkt unterstützen die Arbeitsagentur und Jobcenter Arbeitnehmer mit Qualifizierungen, Umschulungen oder Eingliederungsleistungen bei Arbeitsaufnahme", sagt Angela Voß, Teamleiterin Arbeitsvermittlung Bad Liebenwerda/Finsterwalde. Im Fokus stehe der Erwerb von Berufsabschlüssen oder Externenprüfungen. Und weiter: "Perspektivisch steigt die Fachkräftenachfrage weiter an. Mit dem Nachweis eines Abschlusses gelingt Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen erfahrungsgemäß ein leichterer Einstieg in Unternehmen und dauerhaftere Perspektiven (Festeinstellung) als mit Helfertätigkeiten."

Positive Trends gibt es nach wie vor auf dem Stellenmarkt. Die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen ist im Juli gestiegen (um 38 auf 1019). Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 209 Stellen mehr. Bei Arbeitgebern konnten im Juli 294 neue Arbeitsstellen eingeworben werden, das waren 92 mehr als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn sind 1873 Stellen gemeldet worden, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von 314 oder 20 Prozent.

Dagegen wurden im Juli 264 Arbeitsstellen abgemeldet, 44 mehr als im Vorjahr. Von Januar bis Juli gab es insgesamt 1680 Stellenabgänge, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 171 oder 11 Prozent.

Der Arbeitskräftebedarf besteht weiterhin in allen Bereichen. Ein dezenter Zuwachs an Arbeitsstellen im Bürobereich mit speziellen Kenntnissen, zum Beispiel in der Buchhaltung und dem Verwaltungsrecht, ist zu verzeichnen.

"Ältere Arbeitgeber haben oftmals keine Nachfolge, fragen verstärkt nach möglicher Betriebsübernahme", so Angela Voß. Und: Längst wird nicht nur in allen Branchen nach Fachkräften händeringend gesucht. "Früher leicht zu besetzende Stellen wie Anlerntätigkeiten, Verkauf, aber auch im Büro lassen sich inzwischen auch wahrnehmbar immer schwerer besetzen", sagt Angela Voß.