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Herzberg
Im Rathaus angekommen

Herzbergs neuer Bürgermeister Karsten Eule-Prütz hat an seinem ersten Arbeitstag viele Gespräche geführt wie hier mit seiner Stellvertreterin Gabi Lang (l.) und mit seiner Sekretärin Yvonne Kettner.
Herzbergs neuer Bürgermeister Karsten Eule-Prütz hat an seinem ersten Arbeitstag viele Gespräche geführt wie hier mit seiner Stellvertreterin Gabi Lang (l.) und mit seiner Sekretärin Yvonne Kettner. FOTO: Rudow / LR
Herzberg. Karsten Eule-Prütz hatte am Montag seinen ersten Arbeitstag als Verwaltungschef in Herzberg. Von Birgit Rudow

Am Montag hat Karsten Eule-Prütz (parteilos) seine Arbeit als Herzbergs neuer Bürgermeister aufgenommen. Sein erster Weg führte ihn gegen 7 Uhr erst einmal in den Bauhof und dann ins Bürgerzentrum, ehe er kurz nach 8 im Rathaus ankam. „Außer in den Kitas und der Schule habe ich mich bei allen Mitarbeitern kurz vorgestellt und hallo gesagt“, meint er. Anschließend ein paar Terminabstimmungen mit Sekretärin Yvonne Kettner und dann ab in die erste Amtsleiterrunde. „Da ging es um den Sachstand. Ich habe meine Vorstellungen dargelegt und die Amtsleiter haben ihren Teil beigesteuert. Es war ein offenes Gespräch. Ich hatte den Eindruck, die meisten haben sich gefreut. Es hat Spaß gemacht“, resümiert der Bürgermeister die erste Arbeitsberatung mit seinen engsten Mitarbeitern.

Kaum waren sie gegangen, klopfte der nächste „Besuch“ an die Tür. Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) und Kreiskämmerer Peter Hans hatten sich angesagt. Karsten Eule-Prütz empfand es als sehr nette Geste und gutes Zeichen, dass sich beide gleich für seinen ersten Arbeitstag angemeldet hatten. „Ich möchte einen guten und fairen Umgang zwischen der Stadt und der Kreisverwaltung. Ich bin auch nicht der Meinung, dass der Kreis Schuld an der finanziellen Situation der Stadt Herzberg ist“, sagt er.

Damit war das nächste Stichwort gegeben. Denn schon für Donnerstag hat Karsten Eule-Prütz eine Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung anberaumt, in der es genau darum gehen wird. Die Haushalte für die Jahre 2011 bis 2013 müssen schnellstens geprüft werden. Allein wird die Stadt das nicht schaffen. Der Auftrag dafür muss extern vergeben werden. Dazu braucht der neue Bürgermeister grünes Licht von den Abgeordneten. „Insgesamt ist der Haushalt die erste große Sache, die wir angehen müssen, auch was die Aufstellung für 2018 betrifft. Wir dürfen mit den Haushalten nicht weiter ständig auf die Nase fallen. Die Stadt wird das gemeinsam mit der Kommunalaufsicht und der Kämmerei des Kreises erarbeiten“, sagt er.  Mit dem Kreis abgestimmt sei auch die Haushaltsprüfung 2011 bis 2013, so Eule-Prütz. „Wir wollen sie im Block prüfen lassen. Der Kreis wird das personell begleiten, so dass das Rechnungsprüfungsamt nicht noch einmal tätig werden muss. Das spart uns Zeit“, so der Bürgermeister.

Als Schwerpunkte für dieses Jahr sieht er neben den finanziellen Dingen das, was in den letzten Monaten angearbeitet und vorbereitet wurde. „Zum Busplatz habe ich keine andere Meinung als das Bauamt“, sagt er. Den Neumarkt möchte er wieder aufgreifen, der Kita-Neubau müsse geklärt werden. Mit den Abgeordneten müsse man sich über das Haus II des Gymnasiums unterhalten, und, und, und ...

Eine besondere Priorität misst Eule-Prütz den Ortsvorstehern bei. Wenn sie Probleme hätten, stehe seine Tür immer offen, sagt er. „Die Ortsteile sind wichtige Elemente unserer Stadt. Wenn die Ortsvorsteher Fragen oder Probleme haben, müssen sie schnell eine Antwort bekommen“, so der Bürgermeister.

Er weiß, dass viel Arbeit auf ihn wartet. Aber erst will er sich in den nächsten Wochen die Verwaltung genauer anschauen. „Wir werden gemeinsam mit den Fachbereichen die Schwerpunkte ausrichten. Sicher müssen wir uns auch aneinander anpassen“, sagt er. Mit den Stadtverordneten möchte er einen vernünftigen Umgang pflegen. Die Fachbereiche im Rathaus wird er vorerst belassen, wie sie sind, auch personell. Gabi Lang bleibt seine Stellvertreterin. Die eine oder andere Vorstellung zu Veränderungen hat er schon, und vielleicht sieht die Struktur in einem Jahr auch ganz anders aus. „Aktuell sehe ich aber keinen akuten Handlungsbedarf. Wir sollten uns alle erst richtig kennenlernen“, sagt er.