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| 11:38 Uhr

Bilanz
Viel Unterhaltung auf hohem Niveau

Ob Auftritt der „Tanzmäuse“ (Foto) oder Volksmusik: Bei solchen Terminen ist das Haus des Gastes stets bestens gefüllt.
Ob Auftritt der „Tanzmäuse“ (Foto) oder Volksmusik: Bei solchen Terminen ist das Haus des Gastes stets bestens gefüllt. FOTO: Sylvia Kunze / LR
Falkenberg. Das Falkenberger Haus des Gastes schreibt auch 2017 beste Zahlen: Etwa 35 000 Besucher wurden gezählt, mehr als 100 Veranstaltungen ausgerichtet und inzwischen zwei Dauermieter unter Vertrag genommen. Von Sylvia Kunze

Die Bilanz des Jahres 2017 knüpft nahtlos an die guten Vorgaben von 2016 und 2015 an. Zum dritten Mal in Folge ist es den Verantwortlichen im Haus des Gastes gelungen, mehr als 30 000 Besucher in das Veranstaltungsgebäude zu locken. Rund 35 000 kleine und große Gäste waren es nach Angabe von Kathrein Grelle, Mitarbeiterin im Haus des Gastes, die in diesem Jahr zu den mehr als 100 Veranstaltungen strömten. Nicht mitgerechnet dabei die zwei Dauermieter und deren Mitstreiter. Das ist neben den Falkenberger Tanzmäusen nun auch noch die Tanzschule Scharfe mit ihren Angeboten wie Zumbakurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Tanzstunden. Rechne man das alles zusammen, so Kathrein Grelle, komme man auf 290 Tage im Jahr 2017, in denen das Haus mit Veranstaltungen (sowohl Kurzzeit-Vermietungen als auch Dauermietverträge) belegt gewesen sei.

Das lässt erahnen, wie flink Umbauten so manches Mal erfolgen müssen, die Bestuhlung von Tagungsangebot auf Großveranstaltung oder gemütliche Kaffeetafel zu verändern ist. Besonders „hektisch“ wird es dabei immer in der Vorweihnachtszeit. Die könnte nach den Erfahrungen der Vermieter gut und gerne doppelt so lang sein, so viele Nutzungsanfragen ballen sich in dieser Zeit. Die meisten davon schon langfristig.  „Der Dezember 2018 ist schon so gefüllt, dass nur noch ein paar Tage frei sind“, bilanzierte die HdG-Mitarbeiterin schon vor dem zurückliegenden Weihnachtsfest.

Und dennoch: „Kultur kostet Geld. Das Haus des Gastes wird es für die Stadt deshalb nicht zum Nulltarif geben“, kommt Marion Casper, Finanzchefin in Falkenberg, nicht umhin festzustellen. Allein Personalkosten, Betriebskosten und laufende Werterhaltung, die jetzt so langsam recht deutlich zu Buche schlage, würden Jahr für Jahr eine nicht unbeträchtliche Summe bescheren - die sich durch die Vermietung nicht komplett refinanziere. Vielleicht ließe sich die Einnahmesituation besser gestalten, lässt sich die Amtsleiterin für Finanzen auf ein Was-wäre-wenn-Gedankenspielchen ein. Aber das hieße, dass die Stadt dann mehr eigene Veranstaltungen anbieten müsste, denn bei Vermietungen streiche den Gewinn nicht der Vermieter ein, sondern die sich einmietende Veranstaltungsagentur. Aber, warnt die Stadtkassenchefin, dann bleibe auch das gesamte Risiko bei der Stadt. Da habe man einige Male gehörig in die Minuskiste gegriffen, erinnert sie, und lasse deshalb lieber künftig weitgehend die Finger davon. Zumal sich so mancher „Kracher“ und damit auch Gewinngarant ohnehin nur über eine Agentur buchen und bestenfalls auch nach Falkenberg locken lasse.

Das kann Kathrein Grelle nur bestätigen. Sie weiß, dass es die Vielfalt macht. Und davon hatte das Haus im zu Ende gehenden Jahr reichlich zu bieten. Ob Musik-Show, Feuerwehrball, Fasching, Kreistag, Firmenevents, Abschlussbälle, Jugendweihen, Schulveranstaltungen, Partys, Lehrgänge, Messen, Vereinsversammlungen, Stadtverordnetenversammlungen, Bauernmarkt und mehr: „Im Vergleich mit anderen Hallen der Umgebung steht unser Haus bei den Gästen hoch im Kurs. Es kommt gut an. Wir hören viel Lob“, berichtet sie. Man sei mit dem „Gesamtpaket“ zufrieden. Man finde es „hier schön“. Man wisse die Barrierefreiheit zu schätzen.

Ein Stück weit auffallend in diesem Jahr sei die zunehmende Nutzung des kleinen Saal gewesen. Der sei bei Familienfeiern gefragt. Und wenn diese doch etwas größer werden, gebe es bei Bedarf den kleinen Saal mit „Zugabe“. Soll heißen, dass er geöffnet und auch ein Teil des großen Saales mit genutzt werde. Diese Möglichkeit findet deutlichen Gefallen. Kathrein Grelle meint, dass wenn sie sich erst einmal richtig rumspreche, die Zahl der Nutzungsanfragen vielleicht noch weiter steige.

Groß ist die Freude, dass „die traditionellen Anbieter und Partner“ dem Haus auch weiter die Treue halten wollen. Dazu zählen auch Baumann &  Clausen, die sich für 2018 bereits angemeldet haben. Dazu zählen aber auch die Stars der Volksmusik, die zu jeder Jahreszeit zu begeistern wissen. Die Falkenberger Feuerwehrleute habe bereits für den traditionellen Feuerwehrball im Februar reserviert. Die Karnevalisten wollen (mit hoffentlich wieder ein paar mehr Gästen) ebenfalls im Februar die fünfte Jahreszeit feiern. Der Theaterball, diesmal unter dem Titel „Sturmfrei!“ ist in Vorbereitung und dürfte an zwei aufeinanderfolgenden Abenden im April das Haus füllen. Die Aquaristik-Terraristik-Tage im Oktober und die Bauernmärkte im Mai und im September sind fest im Terminkalender verankert. Vom großen Drängeln im Dezember wurde bereits berichtet. So füllt sich der 2018er Veranstaltungskalender.

Zuerst einmal wird aber das Jahr 2017 noch würdig abgeschlossen. Selbstverständlich auch im Falkenberger Haus des Gastes. Am Silvesterabend feiern hier mehr als 300 Gäste beschwingt ins neue Jahr. Die Veranstaltung ist ausverkauft - so wie hoffentlich viele weitere im nachfolgenden Jahr.

Schäferweihnacht
Schäferweihnacht FOTO: Agnetur / Agentur
Die Aquaristik-Terraristik-Messe (l.) und auch der Theaterball (r.) im nächsten Jahr sind wieder „hausgemacht“ und locken viele Besucher nach Falkenberg.
Die Aquaristik-Terraristik-Messe (l.) und auch der Theaterball (r.) im nächsten Jahr sind wieder „hausgemacht“ und locken viele Besucher nach Falkenberg. FOTO: Sylvia Kunze / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Theaterball Falkenberg 2017
Theaterball Falkenberg 2017 FOTO: Sylvia Kunze / LR