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Im Einsatz für den Nachwuchs

Tobias Kluge kümmert sich in der Falkenberger Feuerwehr um den Nachwuchs. Er "brennt" selbst von Kindesbeinen an für die Arbeit der Kameraden.
Tobias Kluge kümmert sich in der Falkenberger Feuerwehr um den Nachwuchs. Er "brennt" selbst von Kindesbeinen an für die Arbeit der Kameraden. FOTO: rmr1
Falkenberg. In zweieinhalb Wochen feiert die Freiwillige Feuerwehr in Falkenberg groß ihr 125-jähriges Bestehen. Einer, der sich darum kümmert, dass auch noch 150. gefeiert werden kann, ist Tobias Kluge – zuständig für die Nachwuchsbetreuung. Rico Meißner / rmr1

"Vor allen Dingen sind es der Spaß und die Freude, mit Kindern und Jugendlichen zusammenzuarbeiten und zu sehen, wie sie sich entwickeln." Mit diesem Satz umreißt Tobias Kluge die Faszination und den Grund für seine ehrenamtliche Betätigung. Seit letztem Jahr ist er Jugendwart bei der Freiwilligen Feuerwehr in Falkenberg, seit diesem Jahr auch noch als Stadtjugendwart mit verantwortlich für die Ortsteile.

Kluge, gelernter Fleischer, selbst stammt ursprünglich aus Rehfeld, wohnt aber inzwischen in Falkenberg. Seit über 18 Jahren ist er in der Wehr aktiv, begonnen hat er ursprünglich in seinem Heimatort. "Ich bin zusammen mit Freunden eingetreten. Außerdem waren meine Brüder, mein Vater und mein Onkel bereits bei der Feuerwehr. So hat es sich eben ergeben", erinnert er sich an die Anfangszeiten.

Momentan sind acht Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren in der Jugendfeuerwehr in Falkenberg. 64 sind es im gesamten Stadtgebiet. "Man muss sie motivieren", ist sich Kluge sicher. "Stets und ständig gilt es, sich etwas einfallen zu lassen. Immer auch entsprechend des jeweiligen Alters." Da geht es z.B. um Knoten- und Gerätekunde, das Üben für Löschangriffe oder mal das Herrichten einer Wasserentnahmestelle aus einem öffentlichen Gewässer. Naturgemäß steht alles, was mit technischer und praktischer Umsetzung zu tun hat, etwas höher im Kurs als eine theoretische Abhandlung.

Beliebt sind besonders die Fahrten mit dem Tanklöschfahrzeug TLF 16/25, dem Mannschaftstransportwagen (MTW) und dem Löschfahrzeug LF 16/TS. Alle zwei Wochen ist Treff der Jugendfeuerwehr. Zu den Höhepunkten der Ausbildung gehöre etwa der Berufsfeuerwehrtag, der sich über komplette 24 Stunden erstreckt, oder der Tag der Herausforderungen. "Hier müssen sich die Kinder und Jugendlichen beweisen", so der 28-Jährige. "Im vorigen Jahr waren wir im Feuerwehrtechnischen Zentrum in Herzberg. Dort wurde eine Menge erklärt, und die Mädchen und Jungen mussten ihren Weg durch den ,Käfig' finden." In diesem Jahr wird Ende September in Großrössen auf Spiele an verschiedenen Stationen gesetzt, gekrönt von einem abschließenden "Herbstfeuer".

Natürlich soll die Jugendfeuerwehr auch dazu dienen, durch das Nachrücken der Älteren in die Reihen der Aktiven den Personalbestand zu sichern. Dafür gibt es bereits neue Ideen. "Nach dem Vorbild von Beyern und Rehfeld möchten wir auch in Falkenberg eine Kinderfeuerwehr für Kinder ab fünf Jahren etablieren. Dafür werden wir verstärkt Werbung machen, auf jeden Fall sind wir dran." Angedacht ist ein "Schnupperkurs", unbedingt dann, wenn die Jugendfeuerwehr auch vor Ort ist. "Dann wird man ja sehen, wie viele Anfragen kommen." Auf die Frage, ob es Kapazitätsgrenzen gibt, lächelt der Jugendwart. "Nein. Je mehr dabei sind, desto besser ist es."