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Im Ahlsdorfer Park Laubteppich und totem Geäst zu Leibe gerückt

Nach gemeinsamem Frühstück: Kurze Besprechung, bevor sich die Helfer wieder im Ahlsdorfer Park an die Arbeit machen.
Nach gemeinsamem Frühstück: Kurze Besprechung, bevor sich die Helfer wieder im Ahlsdorfer Park an die Arbeit machen. FOTO: Gabi Zahn / gzn1
Ahlsdorf. Wie viele Laubberge am Samstag im Park von Ahlsdorf zusammengeharkt wurden, hat niemand gezählt, ebenso nicht die Bündel mit totem Geäst. Mehr als 40 Einwohner von Ahlsdorf und Umgebung wirbelten von acht Uhr an bis zum Mittag auf der etwa 15 Hektar großen Fläche. Gabi Zahn/gzn1

Mitarbeiter des städtischen Bauhofes unterstützten mit Fahrzeugen und Geräten.

Problem für die Stadt

Jedem der Helfer war klar, vor welchem Problem die Stadt mit der Unterhaltung des Geländes steht. Gegenwärtig wird durch Fachleute ein vom Landschafts- und Naturschutz gefordertes Konzept erarbeitet, das aufzeigen soll, wie der Verwaldung des historischen Parks Einhalt geboten werden kann. Ziel ist, den ursprünglichen Baumbestand zu sichern und zu fördern. Werner Thinius zeigt auf den Laubteppich, der vielerorts zwischen den Gehölzen an Höhe zunimmt und sogar einen Teil des blühenden Buschwindröschen-Meeres zu überwuchern droht: "Natürlicher Laubfall wäre nicht das Problem. Doch das hier erstickt die Pflanzen. Gut, dass jetzt versucht wird, den Pflegestau aufzuarbeiten."

Ahlsdorfer packen zu

Sven Lehmann reagiert wie viele andere Helfer. Er bekundet: "Ich bin Ahlsdorfer und will, dass alles in Ordnung ist. Der Park ist öffentlich, also sollten auch viele Menschen helfen." Uwe Ließ signalisiert: "Als Nachbar möchte ich, dass der Hochzeitsweg zum Teehaus einladend wirkt, wenn die Brautpaare kommen." Mit der Harke ist Eberhard Deininger zu Gange: "Leider hilft hier kein Zauberstab", so bedeutet der Gehörlosen-Magier schmunzelnd, als er an der Siemens-Gruft mit anderen Männern für Ordnung sorgt. Einige hätten ohne freundliche Extra-Einladung sogar die Frühstückspause versäumt. So treffen sich die Helfer gegen 10 Uhr am Dorfgemeinschaftshaus, wo die Vorsitzende des Ortsbeirates, Ilona Batz, Kaffee und heiße Würstchen spendiert. "Ich freue mich riesig über die große Resonanz", sagt sie. Kathleen Klischke frohlockt mit Blick auf die munter plaudernde Runde: "Es bewegt sich was, das ist gut so."