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Ihr Ziel: Die Region mit dem Naturpark voranbringen

Bad Liebenwerda.. Ein angenehmes Arbeitsklima und ein interessantes Aufgabenfeld – so beschreibt Karin Krüger ihren neuen Arbeitsplatz. Die 36-jährige Diplom-Agraringenieurin und Mutter zweier Kinder aus Schlieben ist seit diesem Monat die neue Leiterin des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft. Karsten Bär


Mit ihrem Amtsantritt geht eine dreimonatige Zeit des „Interregnums“ in der Naturparkverwaltung in Bad Liebenwerda zu Ende. Karin Krügers Vorgänger im Amt, Jörg Hermann, hatte im Frühjahr den Posten nach Ablauf der sechsmonatigen Probezeit schon wieder niedergelegt, um in seine Heimatregion bei Eisenhüttenstadt zurückzukehren. Ähnliches sei bei ihr nicht zu befürchten, versichert die Chefin des Naturparks.

Persönliche Herausforderung
Beruflich zu Hause war Karin Krüger über elf Jahre beim Amt für Flurneuordnung und ländliche Entwicklung in Luckau. „Ich habe dort auch gern gearbeitet“ , sagt die gelernte Agrotechnikerin, die an der Humboldt-Universität Landwirtschaft studierte. Der Wechsel zum Naturpark bedeute für sie vor allem eine persönliche Herausforderung. Ihr Wunsch sei es, durch die Tätigkeit als Leiterin der Naturparkverwaltung die Region voranzubringen. Dabei gehe es aus ihrer Sicht darum, einerseits die Natur zu schützen und andererseits für eine nachhaltige Landnutzung zu sorgen, die der regionalen Entwicklung nützt. „Berührungspunkte mit dem Naturpark und dem Naturschutz gab es auch schon während meiner bisherigen Tätigkeit“ , so Karin Krüger. Und mit der Natur verbunden sei sie von Hause aus, versichert sie. „Ich bin schließlich auf dem Land aufgewachsen.“
Als Schwerpunkte ihrer neuen Tätigkeit benennt die neue Naturpark-Leiterin vier Punkte: den Erhalt von Teilen der Bergbaufolgelandschaft für den Naturschutz beim künftigen Naturschutzgebiet Forsthaus Grünhaus bei Grünewalde; den langfristigen Waldumbau zur Wiederansiedlung des Auerhuhns im Naturschutzgebiet Forsthaus Prösa; den Erhalt des Moores im Loben bei gleichzeitiger Nutzung des Torfs für die Kurstadt Bad Liebenwerda; die Weiterführung der Bemühungen um den Erhalt des Streuobstgebietes bei Hohenleipisch und Döllingen. Gemeinsam sei diesen Arbeitsschwerpunkten, dass sie auf den Schutz der Natur zielen, sie aber gleichzeitig für den Menschen erlebbar machen wollen, erklärt Karin Krüger. „So können wir die Akzeptanz für den Naturpark und den Naturschutzgedanken erhöhen.“ Vor allem das Streuobstgebiet, das in Brandenburg einzigartig sei, ist nach Karin Krügers Meinung ein „Pfund, mit dem wir wuchern sollten.“
Neben einer guten Zusammenarbeit mit allen Verbänden, Behörden, Landnutzern und Kommunen ist für die neue Naturpark-Leiterin besonders ein gutes Verhältnis zur Kur-stadt Bad Liebenwerda wichtig. „Es ist die Basis für eine gute Öffentlichkeitsarbeit, wenn Gäste ihre Eindrücke vom Naturpark nach außen tragen“ , so Karin Krüger.

Erster Eindruck: positiv
Auch wenn noch nicht alle Antrittsbesuche erledigt sind und die Einarbeitung noch ein Weilchen dauern wird – Karin Krüger fühlt sich bereits jetzt auf ihrem neuen Posten wohl. „Ich bin gut aufgenommen worden und denke, dass ich gut mit den Mitarbeitern zusammenarbeiten werde“ , sagt sie. Auch erwarte sie, gut mit den Menschen im Territorium zurecht zu kommen. „Schließlich komme ich selbst aus der Region.“