ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:28 Uhr

Trinkwasser
HWAZ will künftig Dritte versorgen

Herzberg. Eine entsprechende Änderung der Verbandssatzung ist auf den Weg gebracht. Von Birgit Rudow

Der Herzberger Wasser- und Abwasserzweckverband (HWAZ) möchte seine Verbandssatzung ändern und künftig Trinkwasser an Dritte, also Kunden, die nicht im Verbandsgebiet liegen und nicht Mitglied des Verbandes sind, liefern. Dazu braucht der HWAZ Beschlüsse in den entsprechenden Gremien seiner Mitgliedskommunen. Deshalb stand die Änderung der Verbandssatzung des HWAZ in den vergangenen Wochen auf den Tagesordnungen der Stadtverordnetenversammlungen zum Beispiel in Schönewalde, Falkenberg oder Herzberg.

Anlass für die geplante Änderung der Satzung war ein Begehren des Wasser- und Abwasserzweckverbandes (WAZV)  Hohenseefeld, der bisher die Orte Ahlsdorf und Hohenkuhnsdorf im Schönewalder Stadtgebiet versorgt. Dazu gibt es einen Wasserlieferungsvertrag aus dem Jahr 1999.  Wie in den Stadtverordnetenversammlungen zum Teil von HWAZ-Verbandsvorsteher Mario Kestin selbst erläutert, plant der WAZV Hohenseefeld umfangreiche Sanierungsarbeiten. Das hätte eine Mengenpreiserhöhung zum bestehenden Vertrag von mehr als 30 Prozent zur Folge. In diesem Zusammenhang habe der HWAZ geprüft, Ahlsdorf und Hohenkuhnsdorf vom Wasserwerk Stolzenhain und somit aus dem zentralen Versorgungsnetz des HWAZ mit zu versorgen, so Mario Kestin. Das habe sich als wirtschaftlich sinnvoller herausgestellt. Eine nochmalige Prüfüng habe dann ergeben, dass die Versorgung von Ahlsdorf und Hohenkuhnsdorf noch günstiger wäre, wenn auch der WAZV Hohenseefeld aus dem Wasserwerk Stolzenhain versorgt werden würde. Die Verbandsversammlung des WAZV Hohenseefeld habe dazu schon eine einstimmige Absichtserklärung abgegeben, zumal sich dadurch auch der Sanierungsaufwand für den Verband minimieren würde, so der HWAZ-Verbandsvorsteher.

Kestin versicherte, dass die ordnungsgemäße Trinkwasserlieferung im Verbandsgebiet dadurch nicht gefährdet ist.  Die politischen Gremien der HWAZ-Mitgliedsgemeinden haben der Änderung der Satzung zugestimmt. Am 10. Dezember soll sie beschlossen werden.