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| 18:11 Uhr

Ausstellung in Bundeswehrkaserne Holzdorf
Im Gedenken an eine große Tat

 Interessiert lasen die Soldaten die Informationen, die auf den 20 Schautafeln zum Leben Graf von Stauffenbergs hinterlegt sind.
Interessiert lasen die Soldaten die Informationen, die auf den 20 Schautafeln zum Leben Graf von Stauffenbergs hinterlegt sind. FOTO: Sven Gückel
Holzdorf. Wanderausstellung über das Leben Graf von Stauffenbergs und den 20. Juli 1944. Von Sven Gückel

„Es ist Zeit, dass jetzt etwas getan wird. Derjenige allerdings, der etwas zu tun wagt, muss sich bewusst sein, dass er wohl als Verräter in die deutsche Geschichte eingehen wird. Unterlässt er jedoch die Tat, dann wäre er ein Verräter vor seinem eigenen Gewissen.“ Dieses Zitat von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, einem der Attentäter des 20. Juli 1944, steht eingangs einer Wanderausstellung, die bis zum 21. August im Foyer der Truppenküche der Kaserne Holzdorf zu sehen ist. Erarbeitet und bereitgestellt wurde sie durch die Gedenkstätte deutscher Widerstand.

Auf insgesamt 20 Schautafeln wird dabei im Schwerpunkt das Wirken und Leben Stauffenbergs nachgezeichnet. Der Offizier war einer der Hauptakteure des Attentats mit Namen „Operation Walküre“, das die Ermordung Hitlers und die anschließende Machtübernahme durch demokratische Kräfte zum Ziel hatte. Zu sehen sind daher zahlreiche Bilder Stauffenbergs, aber auch Zitate und Hintergrundinformationen, warum und wie er den Weg in den Widerstand fand und wer zu seinen engsten Wegbegleitern gehörte.

„Politische Bildung hat in der Bundeswehr einen hohen Stellenwert. Besonders im Hinblick auf die Ereignisse des 20. Juli 1944“, betont Oberstleutnant Andreas Springer, Kommandeur des Einsatzführungsbereiches 3 und Standortältester zur Ausstellungseröffnung. Historiker sagen, ergänzte er, dass sich nach 70 Jahren erweist, ob ein Ereignis Eingang in die Geschichte findet, ob es sich im kollektiven Gedächtnis der Menschheit wiederfindet. Vom 20. Juli 1944 kann man sagen, dass es ein prägender Tag der deutschen Geschichte war, der unvergessen bleibt. Einschließlich derer, die in die Vorbereitung und Durchführung dieses Attentats involviert waren.

Wäre das Attentat erfolgreich gewesen, betonte Oberstleutnant Knut Brantin, Kommandeur der Lufttransportgruppe des Hubschraubergeschwader 64, hätte der Zweite Weltkrieg wohl nur die Hälfte an zivilen und militärischen Opfern zu beklagen gehabt. Denn nachweislich kam der überwiegende Teil der Toten zwischen dem 20. Juli 1944 und dem offiziellen Kriegsende am 8. Mai 1945 ums Leben.