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| 14:15 Uhr

Selbst aktiv werden
Mehr als 1200 Unterschriften für einen schnellen Radwegbau

Karl-Heinz Alexander und Erwin Hoffmann (v.r.) machen sich gemeinsam mit anderen Hohenbuckoern für den Bau eines Radweges entlang der Bundesstraße stark. Beide haben eine Bürgerinitiative gegründet.
Karl-Heinz Alexander und Erwin Hoffmann (v.r.) machen sich gemeinsam mit anderen Hohenbuckoern für den Bau eines Radweges entlang der Bundesstraße stark. Beide haben eine Bürgerinitiative gegründet. FOTO: LR / Sylvia Kunze
Hohenbucko. Neu gegründete Hohenbuckoer Bürgerinitiative will jetzt gehörigen Druck machen. Von Sylvia Kunze

„Ohne Druck wird nichts“, sind sich Karl-Heinz Alexander und Erwin Hoffmann einig. Die beiden Hohenbuckoer gehören zu den führenden Köpfen einer neuen Bürgerinitiative, die sich im Dorf gegründet hat. Ihr Ziel: der Bau eines straßenbegleitenden Radweges entlang der B 87 von Hohenbucko nach Schlieben und weiterführend von Hohenbucko bis Wüstermarke.

„In der Gemeindevertreterrunde reden wir schon seit bestimmt fünf Jahren davon. Aber beim Reden ist es bisher geblieben. Bewegt hat sich nichts“, ärgern sich die beiden Männer. „Immer nur das ,Wir wollen’, ,Wir müssen’ - das nervt auf Dauer. Wir haben jetzt die Initiative ergriffen, um unsere Forderung präsenter machen und mit ihr nach außen zu dringen“, sagt Alexander. Er weiß damit alle Gemeindevertreter und auch Bürgermeister Dennis Lürding hinter sich.

„Wir müssen einfach sehen, dass wir dranbleiben. Schließlich hängt das Thema Radweg ja auch ganz eng mit dem Thema Ausbau der Bundesstraße zusammen. Wie geht es da weiter? Angeblich ist ja eine Umgehung im Gespräch. Bis 2030. So lange wollen wir aber nicht mehr warten. Wir brauchen den Radweg schon früher, denn mit dem Fahrrad auf der Bundesstraße zu fahren, ist lebensgefährlich“, setzt Erwin Hoffmann hinzu. Lkw klebe oftmals an Lkw. Das könne man keinem Fahrradfahrer zumuten.

Gleich zu Beginn des Jahres habe man mit dem Landrat das Gespräch dazu gesucht. Beim Neujahrsempfang des Amtes ergab sich eine gute Gelegenheit, blicken die beiden Hohenbuckoer zurück und nun voran, denn noch in dieser Woche, am Freitag, sind sie beim Landkreis zu einem Gespräch eingeladen. Schließlich ist das Votum des Kreises mehr als wichtig. Ordnet er den Radweg nicht mit ausreichender Priorität in die kreisliche Bedarfsliste ein, können die Hohenbuckoer hoch und runter hopsen und noch drei Bürgerinitiativen gründen. Erfolg wäre ihnen dennoch kaum beschieden.

Im Gespräch will Karl-Heinz Alexander unter anderem auch vorbringen, dass man im angrenzenden Nachbarkreis beim gleichen Thema schon deutlich weiter ist. Beim Besuch einer Abgeordnetensitzung in Langengrassau wurde bestätigt, dass man in Landkreis Dahme-Spreewald bereits fertige Planungen für den Abschnitt Luckau - Lübben vorliegen habe und den Abschnitt von Wüstermarke bis Langengrassau derzeit plane. „Da müssen wir sehen, dass wir dranbleiben. Von Schlieben bis Hohenbucko und dann weiter bis Wüstermarke - das wäre das i-Tüpfelchen fürs Schliebener Land“, sind nicht nur Alexander und Hoffmann überzeugt.

Auch Amtsdirektor Andreas Polz sieht das so: „Von Herzberg bis Schlieben die Strecke ist bereits fertig. Man könnte dann bis in den Spreewald kommen“, malt er eine sehr verheißungvolle Radfahrerzukunft. Die Unterschrift von ihm ist deshalb auch die erste auf einer inzwischen Vielzahl von Listen, die in Kopie am Freitag beim Kreis übergeben werden und die mehr Nachdruck in die Forderung nach dem Radweg legen sollen. Mehr als 1200 Unterschriften sind gesammelt worden. Und immer neue Unterstützer kommen hinzu.

Mehr als 1200 Unterschriften auf vielen solcher Listen sind von der Hohenbuckoer Bürgerinitiative bereits gesammelt worden.
Mehr als 1200 Unterschriften auf vielen solcher Listen sind von der Hohenbuckoer Bürgerinitiative bereits gesammelt worden. FOTO: LR / Sylvia Kunze