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Historische Feuerstelle lodert

Nachdem Matthias Kurzrock (r.) das Feuer im Kamin wieder entfacht hatte, stieß er mit Nicole Starke (l) und Irene Kluge auf den Abschluss des Projektes an.
Nachdem Matthias Kurzrock (r.) das Feuer im Kamin wieder entfacht hatte, stieß er mit Nicole Starke (l) und Irene Kluge auf den Abschluss des Projektes an. FOTO: Sven Gückel
Ahlsdorf.. Er lodert wieder, schöner denn je. Und die 97 Jahre, die der Kamin des Ahlsdorfer Teehauses mittlerweile auf dem Buckel hat, sieht man ihm dabei keineswegs an. Sven Gückel

Zu verdanken hat die imposante Feuerstelle dies in erster Linie Steinmetzmeisterin Nicole Starke aus Löhsten und Kaminbauer Matthias Kurzrock aus Brandis. Das Duo restaurierte in mühevoller Arbeit den Kamin und verhalf dem historischen Teehaus so wieder ein Stückchen mehr zu altem Glanz. Fast vier Wochen benötigten beide Handwerker, um gemeinsam ihre Arbeit zu vollenden. „Ich hatte großen Respekt vor dieser Aufgabe“ , bekannte Nicole Starke. Und das, obwohl sie als wirkliche Meisterin ihres Fachs gilt und eine Vielzahl erstklassiger Arbeiten vorweisen kann. Auch am Wiederaufbau der Dresdener Frauenkirche hat die junge Frau längere Zeit mitgewirkt.
Die Schwierigkeiten am Ahlsdorfer Kamin lagen für sie vor allem an den fehlenden Ecken und Profilen, die es wieder zu ergänzen galt. Besonders die schon zerbrochenen Säulen am Rand der Feuerstelle und der aufgesetzte Sims sollten nach ihrer Fertigstellung schließlich wieder ein nahtloses Bild ergeben.
Ortsbürgermeister Wilfried Peter, dem das Teehaus besonders am Herzen liegt, und Schönewaldes Stadtoberhaupt Irene Kluge zeigten sich von dem Ergebnis mehr als beeindruckt. „Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass der Kamin sich einmal in dieser Form präsentieren würde. Er sieht aus wie neu“ , freute sich Wilfried Peter.
An der Restaurierung, die insgesamt 8500 Euro kostete, beteiligten sich im weiteren die Firmen Joachim Schurig aus Schönewalde sowie Holger Löser und Wilfried Beck aus Grassau. Sie haben den Schornstein saniert, Feuerklappen hergestellt und Ziergitter angefertigt. Gefördert wurde das Vorhaben durch die Untere Denkmalschutzbehörde mit 2000 Euro. Darin enthalten waren auch Sanierungsarbeiten an der Holzkonstruktion des Teehauses, die durch die Tischlerei Jürgen Birnbaum aus Schönewalde ausgeführt wurden und 470 Euro gekostet haben.