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| 01:04 Uhr

Herzberger zeigten großes Herz für Flutopfer

Bei diesem guten Zweck gab es für Siegfried Sparing (r.) aus Falkenberg am Samstag auf dem Herzberger Markt keine Frage, Geld zu spenden.
Bei diesem guten Zweck gab es für Siegfried Sparing (r.) aus Falkenberg am Samstag auf dem Herzberger Markt keine Frage, Geld zu spenden. FOTO: Foto: Sven Gückel
Herzberg.. Die Spendenbereitschaft der Deutschen angesichts der Flutkatastrophe in Südostasien ist nach wie vor ungebrochen. Die Fernsehbilder sensibilisieren die Menschen stets aufs Neue. Um Helfer und Menschen vor Ort der Katastrophe finanziell zu unterstützten, rief das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am Samstagvormittag bundesweit zu einer groß angelegten Spendenaktion auf. Von Sven Gückel

Beteiligt hatten sich daran mehr als 200 der etwa 250 DRK-Gemeinschaften Deutschlands. Auch das Bild der Städte Herzberg, Finsterwalde und Elsterwerda wurde für mehr als drei Stunden durch die roten Jacken geprägt. Zehn hauptamtliche und 15 ehrenamtliche Mitarbeiter des Kreisverbandes Herzberg gingen in der Kreisstadt durch die Straßen oder sprachen Passanten am Infozelt vor dem Rathaus an.
Im Zelt machten fortlaufend aufgezeigte Fotos oder Einspielungen des Nachrichtensenders N 24 noch einmal deutlich, wie dringend notwendig die Hilfe ist. Das DRK selbst hatte sich kurzfristig zu der Aktion entschlossen. „Wir haben erst am Mittwoch davon erfahren“ , erläuterte die Herzberger Geschäftsführerin Christine Kanter. Trotzdem sei die Bereitschaft der DRK-Mitarbeiter von Beginn an hoch gewesen, daran mitzuwirken.
Das gesammelte Geld, so konnte Christine Kanter allen Spendern erklären, ginge zu 100 Prozent in die Trinkwasseraufbereitung und die Bereitstellung von Grundnahrungsmitteln. „Wichtig ist es gegenwärtig, in den Ländern eine Grundordnung wieder herzustellen“ , sagte sie. Erst danach könne man über einen Wiederaufbau der betroffenen Regionen reden. Erste Berichte von DRK-Helfern im Katastrophengebiet berichten vor allem von vielen traumatisierten Menschen. Sich derer anzunehmen, ist nur eine Aufgabe der Helfer des DRK. „Es sind zwar viele Ärzte am Ort des Geschehens, dennoch herrscht weiterhin ein großer Bedarf an geschultem Personal“ , fügte sie an. Die Sondereinsatzgruppe des Kreisverbandes Herzberg kann hierbei aber nicht eingreifen. Noch nicht tropentauglich, so die klare Einschätzung der Chefin. Dass sich dies in ferner Zukunft aber einmal ändert, kann sich Kanter durchaus vorstellen.
Mit dem letztlich erzielten Ergebnis der Sammelaktion hätten die DRK-Mitglieder keinesfalls gerechnet. 1084 Euro steckten die Angesprochenen in die Spendenbüchsen. Als einer der ersten kam auch Herzbergs Bürgermeister Michael Oecknigk auf die Helfer zu. Neben einer persönlichen Spende übergab er Christine Kanter weitere 559,68 Euro, die am Donnerstag während des Neujahrsempfangs der Stadt gesammelt wurden. Eine zusätzliche Summe von 122 Euro konnte das DRK von den Bewohnern des Alten- und Pflegeheims „Albert Schweitzer“ entgegen nehmen. „1665,68 Euro, damit hätten wir keinesfalls gerechnet“ , zeigte sich die Geschäftsführerin des Kreisverbandes Herzberg begeistert. Ihr ausdrücklicher Dank gilt daher all jenen, die bisher für die Opfer der Flut gespendet haben oder dies noch tun möchten.