ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 11:35 Uhr

Interview mit Herold Quick, Vorsitzender der Verbandsversammlung des HWAZ
HWAZ schwimmt in ruhigem Fahrwasser

Herzberg. Der neue Vorsitzende der Verbandsversammlung zur Situation im Verband. Von Birgit Rudow

Die Verbandsversammlung des Herzberger Wasser- und Abwasserzweckverbandes (HWAZ) hat auf ihrer jüngsten Sitzung nach dem Ausscheiden von Michael Oecknigk den Falkenberger Bürgermeister Herold Quick einstimmig zum neuen Vorsitzenden der Versammlung gewählt.

Herr Quick, war Ihr Vorsitz so geplant?

Ja, das war im Vorfeld einvernehmlich so abgestimmt. Ich war ja schon viele Jahre der Stellvertreter von Michael Oecknigk.

Wie schätzen Sie die Situation im Verband ein?

Der HWAZ hat natürlich noch eine Schuldenlast zu tragen. Aber wir sind froh, dass die Teilentschuldung durch den Schuldenmanagementfonds greift und erheblich dazu beigetragen hat, den HWAZ zu entlasten. Der Verband ertüchtigt weiter das Netz, vor allem in Falkenberg, und investiert in Anlagen. Das Budget dafür darf aber 800 000 bis 1 Million Euro im Jahr nicht überschreiten. Insgesamt befindet sich der HWAZ in einem ruhigen Fahrwasser.

Die Mitgliedskommunen sollen die erlassenen Schulden an das Land zurückzahlen, wenn sie per Haushaltsprüfung 2013 dazu in der Lage sind. Alle schleppen die Forderungen seit Jahren in den Haushalten mit. Wie sieht es damit aus?

Die Haushalte 2013 sind in der Prüfung bzw. wurden schon geprüft, wie in Falkenberg. Falkenberg wurde von der ILB als nicht leistungsfähig eingestuft, muss die 2,7 Millionen Euro also nicht zurückzahlen. Die Stadt hat sie aber weiter in den Büchern, weil das Land keine Teilbescheide ausstellt. Das heißt, bis Jahresende müssen alle Haushalte 2013 der Verbandskommunen geprüft sein. Erst dann können die aktuellen Haushalte bereinigt werden. Ich hoffe, dass alle das schaffen.

In den letzten Jahren gab es einige Rechtsstreitigkeiten der Großvermieter gegen den HWAZ, vor allem zum Wohneinheitenmaßstab.

Die sind zum Glück beigelegt. Zum Teil haben die Richter gesprochen, zum Teil haben wir uns verglichen. Für solche Dinge wird kein Geld mehr verbrannt.

Mit Herold Quick sprach
Birgit Rudow.