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| 15:59 Uhr

Bürgerservice
Herzberger Rathaus will mehr bieten

Herzberg. Service-Bereich, Maerker-Portal, Stadt-App und Co. – alles ist auf dem Prüfstand.

Außerhalb der Sprechzeiten rütteln die Bürger vergebens an der Herzberger Rathaustür. Das Portal ist verschlossen. Nur wenige wissen, dass es auf der Rückseite des Gebäudes einen Hintereingang gibt, wo man sich mit Hilfe einer Klingel Einlass erbeten kann. Zufriedenstellend ist diese Situation nicht. Das sieht auch Bürgermeister Karsten Eule-Prütz (parteilos) so. Er möchte das Herzberger Rathaus für die Bürger weiter öffnen. „Das geht aber nicht von heute auf morgen“, sagt er. Die Rathaustür einfach zu öffnen, sei auch keine Lösung. „Dann irren die Leute durch das Haus“, so Eule-Prütz.

Gemeinsam mit dem Bauamt und der Denkmalschutzbehörde soll überlegt werden, wie der Eingangsbereich ansprechend und modern gestaltet werden kann. Dort müsse dann ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin sozusagen als Service-Ansprechpartner für die Bürger zur Verfügung stehen. „Wir müssen besprechen, wie wir das baulich und personell gestalten“, sagt der Bürgermeister.

Überlegungen gibt es in der Herzberger Verwaltung auch darüber, ob sich die Stadt an dem Internetportal „Maerker“ beteiligt. Darin können Bürger der brandenburgischen Kommunen mitteilen, wo sie ein Infrastrukturproblem wie gefährliche Schlaglöcher und wilde Mülldeponien oder unnötige Barrieren entdeckt haben. „Wir diskutieren das gerade. Das wäre eine Möglichkeit, schnell auf Anliegen der Menschen zu reagieren“, so der Bürgermeister. An dem Maerker-Portal beteiligen sich zum Beispiel aus dem Elbe-Elster-Kreis bereits Falkenberg, Doberlug-Kirchhain, Plessa oder das Amt Schlieben.

Karsten Eule-Prütz geht in seinen Überlegungen aber noch einen Schritt weiter. Er könne sich auch eine Stadt-App vorstellen, auf der die Nutzer zum Beispiel über Veranstaltungen, Hinweise der Stadtverwaltung oder den Müllabfuhrkalender informiert werden, sagte er.

In der jüngsten Stadtverordnetenversammlung hatte der Herzberger Mirko Haufe zur Bürgersprechstunde aber erst mal ein Anliegen, das etwas kleiner ausfiel. Er fragte, ob die Stadt nicht einen Bürgerbriefkasten einrichten könne, in den vor allem die älteren Herzberger Briefe mit ihren Anliegen einwerfen könnten.

Einen Briefkasten der Stadtverwaltung gibt es vor dem Rathaus. Ob der nun Bürgerbriefkasten heißt oder nicht, könne er selbstverständlich auch von den Herzbergern genutzt werden, um sich an die Verwaltung zu wenden, so der Bürgermeister.

(ru)