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| 17:59 Uhr

Heimatgeschichte
Herzberger Heimatkalender 2018 in einer etwas anderen Form

Der Herzberger Heimatkalender 2018. Foto: ru
Der Herzberger Heimatkalender 2018. Foto: ru FOTO: Rudow / LR
Herzberg. Karin Jage und Matthias Krüger haben ihn zusammengestellt. Er ist kleiner aber dennoch genauso interessant wie sein „großer Bruder“. Von Birgit Rudow

Die Herzberger müssen auch 2018 nicht auf ihren Heimatkalender verzichten. Er wird allerdings nicht so viel Platz im Bücherschrank einnehmen, wie sie es gewohnt sind. Denn diesmal ist er im Broschürenformat mit etwas weniger Seiten erschienen. Er wurde auch nicht im Regionalverlag „BücherKammer“ herausgegeben, sondern ausnahmsweise einmal von der Stadt Herzberg.

Das Jahr 2017 war vollgestopft mit Arbeit für die BücherKammer. Zahlreiche Buchprojekte, ein neues Magazin, zahlreiche Veranstaltungen – Kalendermacher Christian Poser hat es auf der Internetseite der BücherKammer beschrieben. Und nicht vergessen werden darf, dass Verlegerin Stephanie Kammer im November Söhnchen Martin zur Welt gebracht hat. Da ist der Heimatkalender etwas in den Hintergrund geraten.

Doch Herzberg ohne seinen Kalender? Das geht eigentlich nicht, und so sind Karin Jage, Kulturchefin der Stadt, und Kämmerer Mathias Krüger, bekanntlich ein enthusiastischer Natur- und Heimatfreund, eingesprungen. Das Ergebnis liegt jetzt auf dem Tisch: eine 65-seitige Broschüre mit vielen Abbildungen, die zum Preis von 5 Euro in der BücherKammer in der Torgauer Straße, in der Buchhandlung von Kirsten Ja­chalke in der Schliebener Straße und im Tourismuspunkt in der Stadtkirche erhältlich ist.

Ein Teil der Beiträge blickt zurück auf das vergangene Jahr, auf die Ehrung für Louise von Francois und natürlich auf das Reformationsjubiläum in der Stadt mit der Aufführung des Stückes „Mein Licht - Der Aufbruch der Anna zu Herzberg“.

Mathias Krüger schreibt unter anderem über tierische Mitbewohnern in der Region und widmet sich in einem Beitrag wieder einem verdienstvollen Naturschützer der Stadt – diesmal seinem im Sommer 2016 verstorbenen Vater Erwin Krüger.

Wolfgang Hennig vermittelt Wissenswertes über historische Wegweiser im Altkreis Herzberg wie Postmeilen- oder Distanzsäulen. Er schreibt auch zur Erbbegräbnisstätte der Familie Georg von Siemens im Ahlsdorfer Park. Aber nicht nur Historisches wird im Heimatkalender erzählt. Die Auszüge aus dem Tagebuch eines Erzieherin des städtischen Hortes „Fit for fun“ sind Beispiel wahrhafter Gegenwart.

Auch wenn der Kalender 2018 rein äußerlich nicht das Format vorangegangener Ausgaben hat, so sollte er dennoch in keinem Bücherregal der Geschichtsfreunde fehlen. Und für 2019, so stellt es Christian Poser in Aussicht, ist wieder mit einem Heimatkalender aus dem Hause „BücherKammer“ zu rechnen. Wer Artikel und/oder Fotos beibringen möchte, kann sich gern an die Buchhandlung wenden.