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| 13:48 Uhr

Schüleraustausch
Schüler fiebern Herbsttagen im Norden Russlands entgegen

 Sitzen schon fast auf gepackten Koffern: Diese Schülern vom Philipp-Melanchthon-Gymnasium in Herzberg fiebern ihrem Flug am kommenden Sonntag nach St. Petersburg entgegen.
Sitzen schon fast auf gepackten Koffern: Diese Schülern vom Philipp-Melanchthon-Gymnasium in Herzberg fiebern ihrem Flug am kommenden Sonntag nach St. Petersburg entgegen. FOTO: Schule
Herzberg/St. Petersburg. Herzberger Gymnasiasten starten am Sonntag in ein spannendes Abenteuer in St. Petersburg. Von Clementine Pietzonka und Bennett Stein

Alles begann eigentlich damit, dass wir uns beim Übergang von der Grundschule zum Herzberger Gymnasium für das Fach Russisch als zweite Fremdsprache entschieden hatten. Während wir mit großer Begeisterung unsere ersten kyrillischen Buchstaben schrieben, erfuhren wir von unseren Russischlehrerinnen Frau Eichelbaum und Frau Puder, dass für Oktober 2019 die nächste Runde des Schüleraustauschs mit unserer Partnerschule in St. Petersburg geplant war.

Die Planungen, in die wir nun gleich eingebunden wurden, liefen bereits auf Hochtouren; alle – von der Schulleitung bis zu den Gastfamilien und Schülern – waren fleißig mit den Vorbereitungen beschäftigt. Gespannt erwarteten wir unsere Besucher. Und dann, als unsere russischen Mitschüler unter uns im Unterricht Platz genommen hatten, als wir in den Pausen unsere Handykontakte tauschten, uns mit Händen und Füßen in allen uns zur Verfügung stehenden Sprachen austauschten und wir uns zum Herbstball in der Cafeteria des Gymnasiums vergnügten, verging die gemeinsame Zeit wie im Flug. Für viele von uns stand fest: beim nächsten Schüleraustausch möchten wir unbedingt dabei sein, in die berühmte Stadt an der Newa reisen und selbst erfahren, wie unsere russischen Mitschüler leben und lernen.

Nachdem wir erfahren hatten, dass 18 Schülerinnen und Schüler des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums im Herbst 2019 die Reise nach St. Petersburg antreten dürfen, startete so etwas wie eine kleine Bewerbungsrunde. Alle, die Lust hatten, durften sich melden. Zunächst galt es natürlich, im Fach Russisch gute Leistungen zu erzielen. Jeder Bewerber hatte die Aufgabe, einen Steckbrief zur eigenen Person zu verfassen. Jeder legte sich ins Zeug, schrieb – natürlich in Russisch –, fotografierte und bastelte. Schließlich entschied die Lehrerkonferenz als Jury, wer unsere Schule beim nächsten Austausch vertreten darf. 18 Schülerinnen aus den Klassen 8b, 8c und 9b werden gemeinsam mit Frau Eichelbaum, Frau Tressel, Frau Becker und unserer Schulleiterin Frau Dr. Pietzonka vom 22. September bis zum 1. Oktober unsere russische Partnerschule besuchen.

Alle kennen bereits ihre Austauschpartner. Wie das möglich ist? Ganz einfach: Unsere Steckbriefe wurden nach St. Petersburg geschickt und von den Lehrkräften der Partnerschule an die ebenso ausgewählten russischen Schülerinnen und Schüler verteilt. Und so weiß Bennett aus der 8c bereits, dass sein Austauschschüler Nikita heißt. Jonas wird bei Anton wohnen, Johan wird sein Zuhause bei Iwan finden und Jolina und Clementine werden bei Dascha beziehungsweise Sonja wohnen.

Über WhatsApp und Instagram haben wir Nachrichten ausgetauscht und Fotos verschickt. Nun steigt die Spannung. Wir zählen die Tage bis zum Abflug. In Gedanken packen wir schon mal unsere Koffer. Womit können wir unseren Gastfamilien eine Freude machen? Was wird uns erwarten?  Wie läuft der Alltag an einer russischen Schule ab – das sind Fragen, die wir uns immer häufiger stellen.

Und gespannt sind wir natürlich auf die große Stadt im Norden Russlands mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten. Jedenfalls haben wir schon für genügend Speicherplatz in unseren Köpfen und Handys gesorgt, um all die Dinge, die uns erwarten, für uns unvergesslich zu machen.