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| 02:46 Uhr

Herzberger Gymnasiasten singen sich ins Abitur

Mit einem Abschlusskonzert verabschieden sich die Abiturienten im gut besuchten Bürgerzentrum. Seit der 10.Klasse wirkten sie am Musikkurs des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums in Kooperation der Kantorei mit.
Mit einem Abschlusskonzert verabschieden sich die Abiturienten im gut besuchten Bürgerzentrum. Seit der 10.Klasse wirkten sie am Musikkurs des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums in Kooperation der Kantorei mit. FOTO: Jage
Herzberg. Kurz vor Beginn der Abiturzeit stellten sich Gymnasiasten des Philipp-Melanchthon- Gymnasiums ihrer ersten großen Herausforderung. Anlässlich des jährlichen Abschlusskonzerts der Musikkurse fanden zahlreiche Zuschauer, vor allem Eltern, Geschwister und Lehrer den Weg ins Bürgerzentrum, um die musikalischen Ergebnisse der Zwölftklässler aus den letzten Jahren Musikunterricht zu erleben. Friederike Jage

Gospel, Jazz und moderner Rock und Pop schmückten das Programm unter musikalischer Leitung von Musiklehrerin Daniela Uhlig und Kantor Gerhard Noetzel.

Der Musikkurs, welcher in enger Zusammenarbeit zwischen Gymnasium und Kantorei realisiert wird, kann von den Gymnasiasten ab der zehnten Klasse gewählt werden und umfasst bis zum Abitur drei Unterrichtsstunden pro Woche. Für die Schüler besteht die Möglichkeit, neben dem Einbringen der erlangten Noten ins Abitur am Ende auch eine mündliche Abiturprüfung im Fach Musik abzulegen. Im aktuellen Abschlussjahrgang seien es zwei Schüler, die sich in einigen Wochen dieser Prüfung stellen werden, berichtet Daniela Uhlig.

Alle am Abend des Abschlusskonzerts gebotenen Soloauftritte der Schüler wuchsen aus intensiver Vorbereitung und wurden von der Musiklehrerin mit guten bis sehr guten Noten bewertet. Jeder Schüler durfte sich die Lieder für die Einzeldarbietungen selbst auswählen und konnte somit den Schwierigkeitsgrad für seine Bewertung selbst setzen. Der zukünftige Abiturient Lukas Pietzonka erklärt, welche Bedeutung das Unterrichtsfach Musik für die Oberstufe habe: "Neben den Standardfächern Mathe,, Deutsch und Biologie gehören auch künstlerische Wissenschaften zur Bildung am Gymnasium dazu", sagt er. Der Musikunterricht umfasse schließlich nicht nur die Vorbereitung auf Chorauftritte oder Konzerte, sondern eben auch die Vermittlung von geschichtlichem, theoretischem und kulturellem Wissen und das sei "wahnsinnig wichtig", meint Pietzonka.

Lehrerin Uhlig sieht weitere positive Aspekte der Teilnahme am Musikkurs: "So ein Soloauftritt vor großem Publikum stärkt das Selbstbewusstsein der Gymnasiasten und das werden sie auch nach dem Abitur noch brauchen."

"Musik macht immer Spaß", so Pietzonka, der mit sechs Jahren seine ersten Trompetenstunden an der Musikschule nahm und zum Abschlusskonzert mit Jazzstücken begeisterte. Die musikalische Bildung leiste viel, da sind sich Musiklehrerin und Schüler einig und hoffen, dass das jährliche Abschlusskonzert der Abiturienten im Bürgerzentrum zur "kleinen Tradition" wird und sich auch weiterhin viele Schüler für den Musikkurs am Gymnasium begeistern können.