Das Jubiläumsjahr zu Ehren des Herzberger Paläontologen Werner Janensch und seiner Tendaguru-Expedition vor 110 Jahren ist zwar zu Ende, das Thema in Herzberg aber dennoch gegenwärtig. Bis zum 26. April ist im Bürgerzentrum die Ausstellung „Stille Giganten“ zu sehen, die in Zusammenarbeit mit dem Naturkundemuseum in Berlin entstanden ist. Wissenschaftler des Museums hatten versprochen, die Ausstellung mit Fachvorträgen zu ergänzen.

So wird Dr. Daniela Schwarz vom Berliner Museum am Freitag, dem 6. März, nach Herzberg kommen. Daniela Schwarz ist wissenschaftliche Betreuerin der Sammlungen „Fossile Reptilien und Tetrapodenfährten“ und „Fossile Vögel“.

In Gedenken an den berühmtesten Sohn der Stadt Stille Giganten in Herzberg

Herzberg

Sie beantwortet in ihrem Vortrag „Giganten in Leichtbauweise“, warum sauropode Dinosaurier eigentlich so riesig werden konnten. Sie beschreibt dabei eine der artenreichsten und am weitesten verbreiteten Gruppen planzenfressender Dinosaurier und die größten landlebenden Wirbeltiere der Erdgeschichte. Die umgangssprachlich oft auch als „Langhälse“ bezeichneten Dinosaurier sind die wohl bekanntesten Vertreter des Gigantismus und erreichten Größen, die an die Grenzen des körperlich und physikalisch Möglichen gingen. Der bekannteste Sauropode ist der Giraffatitan, den Werner Janensch wissenschaftlich beschrieb. Eine Besonderheit dieser Giganten sind Luftsacksysteme in den Knochen, die in den Fossilien entdeckt wurden. Dr. Schwarz berichtet von ihrer Forschung an diesen Luftsäcken und erklärt deren Funktion anhand des aktuellen Forschungsstands.

Die Veranstaltung im Saal des Bürgerzentrums beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei.